{"id":1744,"date":"2021-09-27T22:14:38","date_gmt":"2021-09-27T20:14:38","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=1744"},"modified":"2021-11-21T21:44:53","modified_gmt":"2021-11-21T20:44:53","slug":"traumreisen-ins-jahr-2051-traum-oder-alptraum-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=1744","title":{"rendered":"Traumreisen ins Jahr 2051: Traum oder Alptraum? (I)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die utopischen und dystopischen Traumreisen mit Bildern entstanden im Deutsch- und Kunstunterricht (Lehrkraft: Frau Barnieske) des 8. Jahrgangs im Schuljahr 2021\/22.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich habe mich f\u00fcr die Seite mit den Pflanzen, Tieren und Menschen entschieden. Als ich auf die Insel ging, sah ich viele Pflanzen, viele Tiere, die ich fr\u00fcher gar nicht gekannt habe. Es gab tats\u00e4chlich nur Frieden, das h\u00e4tte ich nicht erwartet. Es gab ein paar Menschen, doch meistens waren es Tiere und Pflanzen. Die Menschen sind so nett und gehen so gut mit den Tieren um. Ich sehe einen sch\u00f6nen, gro\u00dfen Wasserfall vor mir. Doch was w\u00e4re, wenn ich die andere Seite gew\u00e4hlt h\u00e4tte? Ich werde es zwar nie wissen, doch ich freue mich, auf diesem Weg zu sein.<br \/>\n<\/em><em><strong>L.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich entscheide mich f\u00fcr den rechten Weg und somit f\u00fcr das riesige Geb\u00e4ude. \u00dcber viele Etagen erwarten mich Schwimmhallen, Fu\u00dfballfelder, alles was das Herz begehrt, wie man so sch\u00f6n sagt. Au\u00dferdem sehe ich sehr viele gl\u00fcckliche Menschen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Jedoch hat man seine Privatsph\u00e4re, wenn man will. Es ist wie ein Wolkenkratzerhotel, jeder ist willkommen, egal ob klein, gro\u00df, arm, reich, dumm, schlau, es ist auch egal, welche Hautfarbe man hat oder welche Religion, solange man freundlich und hilfsbereit ist. Es mag zwar sch\u00f6n erscheinen, ABER der Schein tr\u00fcgt. Man ist eingesperrt.<br \/>\n<\/em><em><strong>Lasse W.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><code id=\"soliloquy-shortcode-1808\"><\/code>Ich gehe zur linken Seite, zu den Tieren und Pflanzen, Menschen und anderen Dingen. Ich gehe ein paar Schritte vorw\u00e4rts, bleibe stehen und schaue mich um. Hier sehe ich so viele Dinge, die mir neu und unbekannt erscheinen. Mal gibt es Menschen, die sich um die Pflanzen k\u00fcmmern, und Pflanzen, die den Menschen Schutz zur\u00fcckgeben. Mal sehe ich Tiere, die auf zwei Beinen gehen, aber nicht wirklich wie Tiere aussehen. Sie sind mehr eine Mischung, die mir nicht bekannt erscheint.<br \/>\nJetzt blicke ich nach oben und erschrecke, da ist kein blauer Himmel, wie ich es kenne, stattdessen sehe ich das dunkle Universum. Raumschiffe fliegen vorbei und viele Sterne, Sterne, die sehr hell leuchten, aber mich nicht blenden. Nachdem ich das sehe, werde ich ganz neugierig. Was ist hier noch, auf dieser Insel? Ist hier wirklich alles anders, als ich es kenne von jenseits des Wassers?<br \/>\nAus dem Augenwinkel erkenne ich etwas im Wasser. Also drehe ich mich in diese Richtung und&#8230; Ich traue meinen Augen nicht, vor mir schwimmt, nein, h\u00fcpft eine Art von Delphinen, wie ich vermute, entlang. So etwas habe ich ja noch nie gesehen!<br \/>\nAuf einmal werde ich m\u00fcde und lege mich hin. Der Boden ist ganz weich und gem\u00fctlich. Gibt es hier \u00fcberhaupt Nacht und Tag? Naja, wenn ich wieder aufwache, werde ich die Insel weiter erkunden.<br \/>\n<strong>Madita 8d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mich w\u00fcrde interessieren, was in dem gro\u00dfen Geb\u00e4ude ist&#8230; Ich gehe zu der T\u00fcr von dem gro\u00dfen, breiten und hohen Geb\u00e4ude. Ich stehe vor der gro\u00dfen Dreht\u00fcr und \u00fcberlege noch einmal ganz genau, ob diese Seite die richtige Entscheidung w\u00e4re. Nach kurzem Z\u00f6gern gehe ich ins Geb\u00e4ude. Es ist erstaunlich, es ist riesig. Innen drin ist ein Museum, ein Kaufzentrum mit Klamotten und Lebensmitteln. In einzelnen R\u00e4umen kann man durch eine Glaswand Experimente oder Erfindungen beobachten. Viele Menschen sind in dem Geb\u00e4ude und ich stehe mittendrin. Von der Decke h\u00e4ngen bunte Federn, die mit einer Schnur befestigt sind. Die Einrichtung und W\u00e4nde sind so modern, so etwas habe ich noch nie gesehen.<br \/>\nIch laufe weiter ins Haus und sehe eine Frau, die ein schwebendes Fahrzeug erfindet. Mich interessiert sehr, wie sie mehrere Teilchen zusammensetzt. Durch die Glaswand kann ich alles sehen. Nach ungef\u00e4hr zehn Minuten gehe ich weiter und sehe in einem Restaurant einen Roboter, der den G\u00e4sten das Essen bringt. Bei einem anderen Roboter kann man Bestellungen abgeben. Ich gehe direkt ins Restaurant, weil ich Hunger habe und die Roboter testen will. Im Restaurant steht ein Mann mit seiner Dienstkleidung, ich frage ihn nach einem Tisch und beim Hingehen sehe ich die K\u00fcche, zu der man durch Fensterscheiben durchschauen kann. Drei M\u00e4nner und drei Frauen arbeiten gerade an mehreren Gerichten. Ich gehe zu meinem Tisch, zu dem ich gef\u00fchrt werde. Durch einen kleinen Roboter kann ich direkt meine Bestellung abgeben. Das Essen ist super lecker und nach ungef\u00e4hr 30 Minuten gehe ich weiter durch das Haus. Durch eine sehr moderne Rolltreppe werde ich in ein h\u00f6heres Stockwerk bef\u00f6rdert.<br \/>\n\u00dcberall an den W\u00e4nden h\u00e4ngen Bilder von K\u00fcnstler:innen oder von Erfinder:innen. Jetzt erst merke ich, dass jedes Stockwerk eine andere Kategorie hat. Dieses hier ist aufgebaut wie ein Museum, das unterste ist f\u00fcr Roboter.<br \/>\n<strong>Sophie R. 8d<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong>Ich w\u00e4hle den Weg hin zu den Pflanzen und den Tieren, den wundersch\u00f6nsten Wesen, die es je gab. Sie sind der Anfang und auch das Ende der Welt \u2013 sie versuchen zu retten, was wir zerst\u00f6ren. Dort, im Inneren des tiefen Waldes, gibt es keine Wege \u2013 die Umgebung entsteht aus meinen Gedanken. Sie tragen mich dort hin, wo ich hinwill, was mir so komisch vorkommt. Auf einmal erblicke ich zwei helle, rote Lichter wie kleine Lampen. Doch es sind Augen, die mich aus den finsteren, immer dichter werdenden B\u00fcschen und B\u00e4umen ausdruckslos anstarren. Meine Umgebung verliert Farbe und wird so grau \u2013 was eben noch sch\u00f6n war, ist nun trist und bedr\u00fcckend. Es wird auch k\u00e4lter und dunkler und auf einmal bin ich an einem Ort, in einem Traum, der auf einmal ein Albtraum wird. Die Erkenntnis kommt, dass es wohl dumm von mir war, allein an einen fremden Ort zu kommen, doch obwohl mein Gehirn mir sagt, ich m\u00fcsste Angst haben, habe ich keine.<br \/>\nEs ist alles so unrealistisch geworden \u2013 der Ort, meine Gedanken, so wie in einer Animation. Ich geh\u00f6re nicht mehr mir, habe die Gedanken eines anderen, so scheint mir. Obwohl ich mir in meinem Leben schon so viele Fragen gestellt hab, auf die es keine Antwort gibt, tut sich mir eine neue auf. Die gr\u00f6\u00dfte Frage, die es je geben wird, und ich f\u00fchle mich, als m\u00fcsste ich sie um jeden Preis beantworten. Hat man sie sich einmal gestellt, wird man sie auch nie wieder los. Man kann sie nur verdr\u00e4ngen. Was ist der Sinn des Lebens? Warum existieren wir Menschen, warum ist es uns so wichtig, jeden Tag mit blo\u00df nicht mal einer Minute Versp\u00e4tung zur Schule, Ausbildung oder Arbeit zu gehen, dort den halben Tag zu verbringen, uns daran zu binden und immer beste Leistungen abzuliefern? Warum h\u00e4ngen wir Stunden vor einem kleinen, rechteckigen Ding und sehen uns andere Leute und ihre Erlebnisse an, anstatt uns eigene zu schaffen? Warum besch\u00e4ftigen wir uns bis zu 100 Jahren damit, uns davon abzulenken, uns diese Sinnfrage zu stellen? Denn alles, was wir tun, dient nur dazu, unsere Lebenszeit abzuarbeiten, jede Sekunde zu z\u00e4hlen bis zum Tod.<br \/>\nVielleicht sind wir aber auch nur die Besch\u00e4ftigung eines anderen. Was gibt uns die Gewissheit, dass wir nicht wirklich nur eine Simulation von Menschen anderer Universen sind? Doch wenn sie uns steuern k\u00f6nnen, uns kontrollieren k\u00f6nnen \u2013 wollen sie dann auch, dass wir uns solche Fragen stellen? Wie und warum, wodurch Menschen existieren, wissen wir nicht. Je mehr Fragen ich mir stelle, desto mehr t\u00f6tet mich dieses innere Monster, dessen gl\u00fchende Augen ich noch sehen kann. Nun ist alles vorbei. Keine Gedanken, keine Fragen, kein Leben.<br \/>\n<strong>F.M.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die utopischen und dystopischen Traumreisen mit Bildern entstanden im Deutsch- und Kunstunterricht (Lehrkraft: Frau Barnieske) des 8. Jahrgangs im Schuljahr 2021\/22. Ich habe mich f\u00fcr die Seite mit den Pflanzen, Tieren und Menschen entschieden. Als ich auf die Insel ging, sah ich viele Pflanzen, viele Tiere, die ich fr\u00fcher gar nicht gekannt habe. 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