{"id":1746,"date":"2021-09-27T22:16:54","date_gmt":"2021-09-27T20:16:54","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=1746"},"modified":"2021-11-21T21:30:58","modified_gmt":"2021-11-21T20:30:58","slug":"traumreisen-ins-jahr-2051-traum-oder-alptraum-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=1746","title":{"rendered":"Traumreisen ins Jahr 2051: Traum oder Alptraum? (II)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die utopischen und dystopischen Traumreisen mit Bildern entstanden im Deutsch- und Kunstunterricht (Lehrkraft: Frau Barnieske) des 8. Jahrgangs im Schuljahr 2021\/22.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcrde nach links gehen und gr\u00fcne B\u00fcsche sehen. Ich w\u00fcrde Pflanzen sehen, die ich noch nie gesehen habe. Die Pflanzen w\u00fcrden rot mit gelben Streifen sein. Es w\u00fcrde gro\u00dfe Tiere geben, die alles etwas Besonderes haben. Manche haben besonders gro\u00dfe Augen und k\u00f6nnen gut sehen, aber manche sind anders und k\u00f6nnen gut riechen. Ich w\u00fcrde mit jedem Fu\u00dfstapfen in Matsch laufen und w\u00fcrde pl\u00f6tzlich Trommeln h\u00f6ren. Ich w\u00fcrde durch eine Efeuwand gehen und Leute sehen. Die Leute sind mager, aber trotzdem spielen sie mit ihren Trommeln und wirken gl\u00fccklich. Es sieht so aus, als ob sie die Probleme einfach vergessen. Man sieht deren Rippen und sie arbeiten hart, um etwas zu essen zu bekommen. Ich w\u00fcrde durch das Dorf gehen und Tipis sehen. Neben den Tipis w\u00fcrde eine etwas gr\u00f6\u00dfere H\u00fctte stehen, die wahrscheinlich zum Kochen gedacht ist. Ich w\u00fcrde weiterlaufen und pl\u00f6tzlich an einem Strand stehen. Doch er ist nicht so, wie man ihn sich vorstellen w\u00fcrde, sondern er ist mit ganz viel M\u00fcll. Ob man nach links oder rechts schaut, ist egal, alles in einem sieht aus wie eine reine M\u00fclllandschaft. Mit jedem Schritt, den man tut, knarzt etwas unter einem oder es Ist da irgendein anderes Ger\u00e4usch, weil man nicht auf weichem Pudersand steht, sondern man steht auf M\u00fcll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gehe einen Schritt nach rechts weiter die M\u00fclllandschaft herunter. Pl\u00f6tzlich w\u00fcrde ich stehen bleiben und nicht glauben, was ich dort sehe. Es ist ein Tier, genauer gesagt eine Schildkr\u00f6te, die am Boden liegt und eine Plastikt\u00fcte im Mund hat. Sie liegt auf ihrem Panzer, die Flossen nach oben gestreckt, als w\u00fcrde sie Angst vor etwas haben. Die Flossen sind zus\u00e4tzlich in einem Fischernetz gefangen, wo sie sich anscheinend nicht mehr bewegen konnte. F\u00fcr Schildkr\u00f6ten ist es lebensgef\u00e4hrlich, wenn sie auf dem Panzer liegen, und zus\u00e4tzlich hatte sie auch noch andere Probleme, mit denen sie nicht zurecht geworden ist, deswegen hat sie es nicht \u00fcber die Runden geschafft. Die Schildkr\u00f6te sieht ungl\u00fccklich aus, so wie sie am Boden liegt. Am liebsten w\u00fcrde ich etwas f\u00fcr sie tun, aber nun ist es auch zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde weiter gehen, immer geradeaus, auf der Suche nach etwas. Es w\u00e4re, als w\u00e4re ich auf einem Flohmarkt, nur dass es hier nicht fr\u00f6hlich ist. Auf einmal sehe ich, was ich brauche, eine Art Schippe, die Ich mitnehmen w\u00fcrde, auf den Weg zur\u00fcck zur Schildkr\u00f6te. Dort angekommen, w\u00fcrde ich den M\u00fcll neben der Schildkr\u00f6te zur Seite schieben und genau an der Stelle anfangen, ein Loch zu graben. Ich w\u00fcrde tiefer und tiefer und breiter graben, bis ich das perfekte Loch haben w\u00fcrde. Ich w\u00fcrde die Schildkr\u00f6te vom Fischernetz befreien und die M\u00fcllt\u00fcte aus ihrem Mund entfernen. Die beiden Sachen w\u00fcrde ich nach unten ins Grab legen und die Schildkr\u00f6te vorsichtig obendrauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach w\u00fcrde ich zwei St\u00f6cker sammeln und die als Kreuz zusammenbasteln. Das Kreuz w\u00fcrde ich neben dem Grab probieren in den Sand zu stecken, genauer gesagt in den M\u00fcll. Ich w\u00fcrde mich vor das Grab hinstellen und es betrachten und dem Meeresrauschen zuh\u00f6ren. Dann w\u00fcrde ich mich wieder hinhocken und vorsichtig den Sand dr\u00fcberstreuen und noch die Jahreszahl 2051 in den Sand schreiben. Ich w\u00fcrde aufstehen und noch einen kurzen Blick aufs Grab werfen. In dem Moment w\u00fcrde eine Hand sich auf meiner Schulter legen. Mir w\u00fcrde ein kalter Schauer den R\u00fccken herunterlaufen. Ich w\u00fcrde mich fragen, wer sich hinter mir befindet. Um das herauszufinden, w\u00fcrde ich langsam den Kopf zur Seite drehen. Ich w\u00fcrde in ein Gesicht gucken, auf dem rote und braune Streifen sind. Es w\u00fcrde aussehen wie eine Kriegsbemalung. Es w\u00fcrde eine Frau sein, die hellbraune Haare h\u00e4tte, die gelockt sein w\u00fcrden. Die Augen w\u00fcrden blau sein, die Farbe von einem Wasserfall, und mittendrin w\u00fcrde ein Schimmer von der Farbe Rot sein. In den Haaren w\u00fcrden wei\u00df-braune Federn stecken und sie h\u00e4tte einen geflochtenen Zopf. Sie w\u00fcrde freundlich aussehen mit einem friedlichem L\u00e4cheln Im Gesicht. Ein gr\u00fcnes Kleid mit bunten Streifen w\u00fcrde sie anhaben. Die Hand w\u00fcrde von meiner Schulter langsam heruntergleiten. Anschlie\u00dfend w\u00fcrde sie mich angucken und sagen: \u201eHallo, kommst du mit mir ?\u201d In diesem Moment w\u00fcrden mir zehntausend Fragen in meinen Kopf kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer ist die Frau? Wie hei\u00dft sie? Lebt sie hier auf der Insel? Warum soll ich mitkommen ? Stand sie schon l\u00e4nger hinter mir? Auf diese Fragen w\u00fcrde ich nur eine Antwort bekommen, wenn ich hinter ihr herlaufen w\u00fcrde. Also folgte ich ihr auf Schritt und Tritt. Wir entfernten uns von der M\u00fclllandschaft und w\u00fcrden kleine Kieswege lang gehen. Alles um uns herum ist pl\u00f6tzlich wieder friedlich sch\u00f6n. Man w\u00fcrde nur gr\u00fcn neben sich sehen und kleine Insekten, die \u00fcberall umherschwirren w\u00fcrden. Wir w\u00fcrden ein bisschen nach rechts gehen und da entdecke ich etwas. Es w\u00fcrde aussehen wie eine kleine Holzh\u00fctte. Wir w\u00fcrden immer n\u00e4herkommen und dann k\u00f6nnte man noch einen kleinen Schuppen daneben entdecken. Vor uns w\u00fcrde nun ein gro\u00dfes Grasfeld sein, das Gras w\u00fcrde mir bis zum Knie reichen. Als wir am Ende vom Grasfeld sind, w\u00fcrde ich einen wundersch\u00f6nen Garten sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Garten w\u00fcrden Kr\u00e4uter bl\u00fchen und ganz verschiedene Blumen. Ich w\u00fcrde wieder die rote Pflanze sehen mit den gelben Streifen. Die geheimnisvolle Frau w\u00fcrde zur T\u00fcr von der H\u00fctte gehen und ich ihr hinterher. Vor der T\u00fcr w\u00fcrde sie pl\u00f6tzlich abrupt stehen bleiben und sie w\u00fcrde Gl\u00fcck haben, dass ich nicht in sie rein gelaufen bin. Dann w\u00fcrde sie ihren Kopf umdrehen und sagen: \u201eDa drin ist ein ganz sch\u00f6nes Gewusel!\u201c Ich w\u00fcrde mich fragen, was sie damit meinte, aber als sie vorsichtig die T\u00fcr \u00f6ffnen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich wissen, was sie damit meinte.<br \/>\n<strong>L.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong>Ich gehe links herum, in den gr\u00fcnen Wald. Seltsame Pflanzen mit Bl\u00fcten in allen Farben s\u00e4umen einen schmalen Weg, der in den Wald hineinf\u00fchrt. Ich setze den ersten Fu\u00df auf den Kiesweg und mit einem leisen Knistern steigen ein paar goldene Funken hinauf in die Baumkronen, wo sich schon tausende von ihnen sammeln. Der Wald ist keinesfalls dunkel oder d\u00fcster. Im Gegenteil. Er ist hell erleuchtet, obwohl die Baumkronen komplett geschlossen sind, doch die \u00fcberall aus den Blumen und Bl\u00fcten aufsteigen, tauchen den kompletten Wald in ein mystisches magisches Licht. Ich gehe weiter. Nur ab und zu begegne ich einem anderen Menschen. Die meisten Bewohner des Waldes sind die Tiere. Aber es sind keine normalen Tiere. Es sind Fabelwesen wie Einh\u00f6rner oder Drachen und welche, die ich niemals h\u00e4tte benennen k\u00f6nnen. Mit gro\u00dfen, leuchtenden Augen schauen sie mich aus dem Bl\u00e4tterdickicht an. Manche kommen n\u00e4her, andere bleiben fern. Ein silberner Fuchs springt aus den B\u00fcschen auf den Weg. Er schaut mich an, schleicht kurz um mich herum und verschwindet dann wieder. Ich laufe noch ein St\u00fcck weiter, bis auf einmal ein riesiger Drache auf den Weg tritt. Gro\u00df und majest\u00e4tisch, mit goldenen Schuppen, schaut er mich mit leuchtenden bernsteinfarbenen Augen an. Er dreht sich um und l\u00e4uft in den Wald, abseits des Weges, hinein. Ich folge ihm. Mit der Zeit wird es dunkler und k\u00e4lter. Die eigentlich geschlossene Decke aus Bl\u00e4ttern weist nach und nach immer mehr L\u00f6cher auf. Ich beginne zu rennen. Pl\u00f6tzlich h\u00e4lt der Drache auf Lichtung. Ich schaue nach oben. Der Himmel ist dunkel, fast schwarz. Und die goldenen Funken verpuffen in der Luft. Ich sehe den Drachen an. Auf einmal wirkt er gar nicht mehr sch\u00f6n und majest\u00e4tisch. Im Gegenteil. Das leuchtende Gold verschwindet langsam aus seinem Schuppen und in die sonst so warmen Augen tritt ein kaltes Feuer, das selbst die Pupillen verschlingt. Mir wird klar, die friedliche und wohlige Stimmung herrscht nur im Wald. Nur unter diesem sch\u00fctzenden Dach aus Bl\u00e4ttern und \u00c4sten, doch unter dem Himmel existiert immer noch die wirkliche Welt. Die Wahrheit. Die wahre Welt voll \u00c4ngsten und Katastrophen.<br \/>\n<strong>Alina<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die utopischen und dystopischen Traumreisen mit Bildern entstanden im Deutsch- und Kunstunterricht (Lehrkraft: Frau Barnieske) des 8. Jahrgangs im Schuljahr 2021\/22. Ich w\u00fcrde nach links gehen und gr\u00fcne B\u00fcsche sehen. Ich w\u00fcrde Pflanzen sehen, die ich noch nie gesehen habe. Die Pflanzen w\u00fcrden rot mit gelben Streifen sein. 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