{"id":2417,"date":"2026-09-09T20:14:10","date_gmt":"2026-09-09T18:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=2417"},"modified":"2026-09-09T20:14:10","modified_gmt":"2026-09-09T18:14:10","slug":"wie-kann-wohnen-bezahlbar-bleiben-unser-leistungskurs-diskutiert-mit-politikerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=2417","title":{"rendered":"Wie kann Wohnen bezahlbar bleiben? \u2013 Unser Leistungskurs diskutiert mit Politikerinnen"},"content":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 haben wir, der SW-LK von Herrn Golus-Steiner, eine Podiumsdiskussion zur Wohnungs- und Mietpolitik organisiert.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr haben wir am 01.09.26 die Politikerinnen Fr. Dr. Claudia Wein von der CDU, Fr. Franziska Brychcy von der Linken und Fr. Franziska Gr\u00fcn von der SPD in unsere Aula eingeladen, um auf Basis der Statements von unseren Mitsch\u00fclern Marie (vorgetragen von Helena K.), Mika, Max, Till und Helena V. (vorgetragen von Jakob) zu diskutieren.<\/p>\n<p>Unter der Moderation von Noah und Tayo war unser Ziel, unseren Mitsch\u00fclern eine Gelegenheit zu geben, sich ein Meinungsbild \u00fcber ein uns alle betreffendes Thema zu verschaffen: die Wohnungspolitik in Berlin.<\/p>\n<p>Bezahlbarer Wohnraum ist besonders in Berlin ein gro\u00dfes politisches Thema, das vielen von uns t\u00e4glich Sorgen macht. Steigende Mieten, fehlende Wohnungen und die Situation von Menschen ohne eigenen Wohnraum stellen die Politik vor die Frage, welche Ma\u00dfnahmen tats\u00e4chlich helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Mehr Wohnungen, aber wie?<\/strong><\/p>\n<p>Einig waren sich alle drei Politikerinnen in der ersten Diskussionsrunde. Neubau sei aus Sicht aller eine Hauptma\u00dfnahme gegen hohe Mietbelastungen und bestehenden Wohnungsmangel, jedoch unterschieden sie sich bei der Frage, wie es gelingen soll. Die SPD betonte dabei, sie wolle bis 2030 100.000 neue Wohnungen bauen, beleuchtete aber vor allem gemeinsam mit der Linken, dass auch die Umwandlung von Leerst\u00e4nden eine zentrale L\u00f6sung sei. Die CDU sah dies eher als nebens\u00e4chlich und fokussierte sich auf Neubau.<\/p>\n<p>Vor allem beim Thema Obdachlosigkeit zeigten sich unterschiedliche L\u00f6sungsans\u00e4tze. Die Linke forderte einen st\u00e4rkeren staatlichen Schutz und betonte, dass jeder Mensch ein Recht auf eine sichere Unterkunft habe, denn: \u201eJeder Mensch kann wohnungslos werden!\u201c Die SPD stellte ebenfalls die soziale Verantwortung des Staates in den Mittelpunkt, verwies aber auch wie die CDU auf bereits bestehende Hilfsangebote.<\/p>\n<p>Als Noah mit der Frage \u201eMietpreisdeckel &#8211; sinnvoll oder nicht?\u201c die vierte Diskussionsrunde einleitete, wurden die unterschiedlichen Vorstellungen von Fr. Brychcy und Fr. Dr. Wein besonders deutlich. Die Linke sprach sich daf\u00fcr aus, Mieten st\u00e4rker zu begrenzen und damit Mieter zu entlasten. Die CDU lehnte einen solchen Eingriff dagegen ab, wobei sie die dadurch resultierende Gefahr f\u00fcr privaten Wohnungsbau betonte. Aus ihrer Sicht liege die langfristige L\u00f6sung vor allem darin, mehr Wohnungen zu schaffen. Wo Wohnraum knapp ist, m\u00fcsse vor allem das Angebot erh\u00f6ht werden. Damit entstand also die Frage: Muss der Staat die Preise st\u00e4rker kontrollieren \u2013 oder muss vor allem daf\u00fcr gesorgt werden, dass \u00fcberhaupt mehr Wohnungen auf dem Markt zur Verf\u00fcgung stehen. Die SPD verband beide Ans\u00e4tze: Sie betonte ebenfalls die Bedeutung von Neubau, sprach sich gleichzeitig aber f\u00fcr einen st\u00e4rkeren Schutz von Mietern aus.<\/p>\n<p><strong>Wem soll Wohnraum geh\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Noch grundlegender wurde die Auseinandersetzung bei der Frage der Vergesellschaftung gro\u00dfer Immobilienkonzerne. Hier lagen die Positionen von Linken und CDU besonders weit auseinander. Die Linke sah darin ein m\u00f6gliches Instrument, Wohnraum st\u00e4rker dem Gemeinwohl zu unterstellen. Sie best\u00e4tigte dies auch durch einen dazu gewonnenen, jedoch unber\u00fccksichtigten Volksentscheid. Die CDU lehnte diesen Weg mit der Aussage: \u201eWir halten das f\u00fcr kompletten Unsinn\u201c, entschieden ab und argumentierte, dass das daf\u00fcr ben\u00f6tigte Geld besser in den Neubau investiert werden sollte. W\u00e4hrend die Linke der CDU die Schuld an der aktuellen Wohnungskrise teilweise zuwies, setzte Fr. Dr. Wein dem entgegen, dass Fr. Brychcy von einem anderen Staat tr\u00e4ume. Die SPD zeigte sich einer Vergesellschaftung gegen\u00fcber grunds\u00e4tzlich offen, womit sie sich gegen die Meinung des eigenen Spitzenkandidaten \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Durch die Abschlussstatements der Politikerinnen erhielten wir nochmals einen \u00dcberblick \u00fcber die Diskussion, die sowohl von der CDU als auch von den Linken dominiert wurde. Neubau, Mietpreisdeckel und Vergesellschaftung thematisierte sowohl die Linke als auch die SPD. Mit den Stichworten \u201eCDU-Politik, Pragmatismus, wenig Ideologie\u201c demonstrierte Fr. Dr. Wein ihr Wahlverspechen. Am spannendsten war f\u00fcr uns alle wahrscheinlich das emotionale, anschuldigende Verhalten von links und der k\u00fchle, jedoch eindringliche Konservatismus der CDU.<\/p>\n<p>Die Diskussion hat gezeigt, dass es keine einfache L\u00f6sung gibt. Doch wie seht ihr es &#8211; braucht es mehr staatliche Kontrolle oder Schutz oder vor allem mehr Neubau?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>-von Adilah &amp; Helena K.<\/p>\n<p>(Organisation: Leni &amp; Jakob)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 haben wir, der SW-LK von Herrn Golus-Steiner, eine Podiumsdiskussion zur Wohnungs- und Mietpolitik organisiert. Daf\u00fcr haben wir am 01.09.26 die Politikerinnen Fr. Dr. Claudia Wein von der CDU, Fr. Franziska Brychcy von der Linken und Fr. 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