{"id":348,"date":"2016-10-06T22:16:51","date_gmt":"2016-10-06T20:16:51","guid":{"rendered":"http:\/\/fichtenblatt.de\/?p=348"},"modified":"2018-02-26T16:04:10","modified_gmt":"2018-02-26T15:04:10","slug":"inklusion-an-der-fichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=348","title":{"rendered":"Inklusion an der Fichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein Artikel von <strong>Resa<\/strong> (Q3).<br \/>\nAnhand intensiver Recherchearbeit, Interviews mit Ehemaligen sowie eigenen Erfahrungen an der Fichte entstand dieser Artikel. Danke an alle, die geholfen haben, f\u00fcr die Hilfe.<\/em><\/p>\n<p>Seit mehreren Jahrzehnten ist die Fichte Vorbild, Vorreiter*in und Anlaufstelle f\u00fcr Menschen mit Sehbehinderung. Die eine Frage ist, ob die \u201eInklusion\u201c in der Fichte immer so gut gelingt, eine andere ist, was Menschen mit einer Sehbehinderung ohne die Fichte machen w\u00fcrden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letzten Januar besuchte eine Delegation der Fichte eine Fortbildung, \u00fcber die <a href=\"http:\/\/fichtenblatt.de\/?p=185\">in der Schulzeitung damals berichtet<\/a> wurde. Auf der Seite des KMK hei\u00dft es dazu:\u00a0 &#8222;In Deutschland kennen wir kaum Vorbilder f\u00fcr Inklusion im Gymnasium und f\u00fcr Schwerpunktschulen zur Sehbehinderung. Es ist schwierig, die Aspekte Inklusion und Gymnasium zusammenzubringen. Deshalb waren wir auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Ideen&#8220;, erinnert sich die Projektkoordinatorin Sabine Eicke an den Anfang des Projektes. &#8222;Das Kollegium interessierte sich daher, wie andere L\u00e4nder in Europa mit der Heterogenit\u00e4t ihrer Lernenden umgehen und individuelle F\u00f6rderung erm\u00f6glichen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Engagement der Fichte und vor allem einigen sehr engagierten Lehrkr\u00e4ften sei Dank, gibt es an der Fichte die M\u00f6glichkeit als blinder Mensch sein Abitur abzulegen. An den meisten anderen Schulen erh\u00e4lt man je nach Grad der Behinderung meistens nur Ablehnungen, auch wenn man eigentlich keine*n aufgrund seiner Behinderung ablehnen darf. Mangelnde Ausstattung oder nicht vorhandene Fachkompetenz sind die Hauptargumente. Zwei Dinge, die die Fichte auch aufgrund der Kooperation mit der Zeune-Schule durchaus vorweisen kann. Und Integration kann oft so einfach gehen, gr\u00f6\u00dfer kopierte Texte, ein gut organisiertes Schulleben und intensivere Betreuung k\u00f6nnen schon viel bewirken. \u201eDie Fichte hat das oft schon super hinbekommen, andere Schulen bieten Inklusion gar nicht erst an\u201c, berichtet eine ehemalige Sch\u00fclerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die Fassade br\u00f6ckelt schon eine Weile und das gro\u00dfe Projekt Inklusion an der Fichte scheint nicht mehr die Zustimmung in der Schulgemeinschaft zu haben, wie noch vor ein paar Jahren. Die Abl\u00e4ufe liefen nicht mehr so rund, mehrere Sch\u00fcler*innen haben die Fichte verlassen. Die richtige Unterst\u00fctzung, auf die Einzelperson zugeschnitten, hat manchmal gefehlt. Einzelne erfahrene Lehrkr\u00e4fte reichen eben nicht aus, um Sch\u00fcler*innen mit erh\u00f6htem F\u00f6rderbedarf sicher durch das Schulleben hin zum erfolgreichen Abschluss zu f\u00fchren. Bei Gro\u00dfprojekten wie der Inklusion muss schon die gesamte Schulgemeinschaft an einem Strang ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDinge f\u00fchlbar machen, die andere sehen k\u00f6nnen, ist gerade in F\u00e4chern wichtig, in denen viel gesehen werden muss wie Biologie, Chemie oder Geographie&#8220;, erkl\u00e4rt eine ehemalige Sch\u00fclerin. \u201eEinige Lehrkr\u00e4fte waren da sehr engagiert und haben das sehr gut gel\u00f6st.\u201c \u00a0Andere\u00a0 eher weniger. Durch ihre jahrzehntelange Erfahrung hat die Fichte einen Erfahrungsschatz angesammelt, den so gut wie keine andere Schule nachweisen kann. Wichtig w\u00e4re es diesen auch ad\u00e4quat zu nutzen, sprich noch viel mehr von ehemaligen Lehrer*innen und Sch\u00fcler*innen zu lernen, um die Inklusion an der Fichte noch weiter zu verbessern und aus den Fehlern, die in der Vergangenheit gemacht wurden, zu lernen. Auch \u201eeine Sprechstunde\u201c w\u00e4re f\u00fcr Sch\u00fcler*innen mit Beeintr\u00e4chtigung gut, damit nicht alles \u00fcber die Ambulanzlehrkraft l\u00e4uft. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Dinge besser abgesprochen werden, individuell auf die Person zugeschnitten.\u201c (Jennifer, ehemalige Sch\u00fclerin, Abi 2010)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf die Frage, ob man als Menschen mit einer Sehbehinderung so einfach eine \u201enormale\u201c\/andere Schule findet, antwortet eine ehemalige Sch\u00fclerin: \u201eInklusion ist gerade eher ein utopischer Gedanke, denn viele sagen zwar, ja es ist wichtig, aber wenn es wirklich darum geht, jemanden aufzunehmen, der eine Behinderung oder Beeintr\u00e4chtigung hat, wird es schwierig. Au\u00dferdem sind die meisten\u00a0 anderen Schulen nicht darauf ausgelegt, Sch\u00fcler*innen mit einer Beeintr\u00e4chtigung aufzunehmen, so stellen Kleinigkeiten wie die Lichtverh\u00e4ltnisse schon eine H\u00fcrde da.\u201c (Jennifer, ehemalige Sch\u00fclerin)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige der H\u00fcrden sind nat\u00fcrlich struktureller Natur, wie zum Beispiel die Tatsache, dass das Abitur nach nur zw\u00f6lf Schuljahren schon f\u00fcr einen Menschen ohne Beeintr\u00e4chtigung schwer zu bew\u00e4ltigen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel zu oft werden Menschen mit einer Beeintr\u00e4chtigung in einen Topf geworfen. Dies f\u00fchrt meist zu \u00dcberforderung, aber h\u00e4ufig auch zu Bevormundung, obwohl wohl keine*r besser einsch\u00e4tzen kann, was man mit einem Sehverm\u00f6gen von nur 60 oder nur 30 Prozent machen kann und was nicht, als die betroffene Person selbst. Zus\u00e4tzlich dient es auch einem Lernprozess, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und zu akzeptieren. \u201eDie\u00a0 Einstellung zu sich selbst ist sehr wichtig und er\u00f6ffnet einem auch ganz neue M\u00f6glichkeiten\u201c (Jennifer) Vorher besuchte sie eine Regelschule, die keine Schwerpunktschule war und hat alles mitgemacht, so\u00a0 auch den Sportunterricht. Jedoch hatte sie zu der Zeit keinen Kontakt mit Sch\u00fcler*innen, die auch eine Sehbeeintr\u00e4chtigung hatten. Sp\u00e4ter wechselte sie auf die Fichte, um dort ihr Abitur abzulegen. \u201eAuf der Fichte war Blindensport kein Alternativangebot, sondern verpflichtend.\u201c Das schockierte sie, schlie\u00dflich hatte sie jahrelang den Sportunterricht auf ihrer alten Schule mitgemacht und nun sollte das aus \u201eversicherungstechnischen\u201c Gr\u00fcnden nicht mehr m\u00f6glich sein? Versicherung hin oder her. Durch diese Regelegung zeigte sich wieder, dass \u00a0einem die M\u00fcndigkeit genommen wird, selber entscheiden zu k\u00f6nnen, was Mensch sich selber zu traut oder eben nicht. F\u00fcr manche ist der getrennte Sportunterricht etwas Positives, andere sehen dieses schlichte Einteilen ohne die Einbeziehung der Sch\u00fcler*innen mit Sehbehinderung allerdings als eine Form der Bevormundung. Heute ist die Situation anders, theoretisch gibt es die M\u00f6glichkeit auszuprobieren den \u201enormalen Sportunterricht mitzumachen, doch h\u00e4ufig wird einem davon abgeraten, weil es zu schwer sei.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es muss endlich anerkannt werden, dass auch jemand mit einer Beeintr\u00e4chtigung ein Menschen wie du und ich bleibt, mit St\u00e4rken und Schw\u00e4chen, so wie jede*r andere auch. Nat\u00fcrlich st\u00f6\u00dft da auch das Schulsystem an seine Grenzen, das gerne alle \u00fcber einen Kamm scheren will, unabh\u00e4ngig davon wie die unterschiedlichen Lebensumst\u00e4nde sind. Doch auch das kann keine Entschuldigung sein. \u00a0Scheinbar ist das Bild von einem Menschen mit Behinderung in einer \u201eRegelschule\u201c so, dass er*sie am besten immer der \u201estrebsame und tolle Sch\u00fcler ist und die Erwartungen vieler Lehrkr\u00e4fte genau so sind\u201c( Jennifer). Aber warum darf ein*e Jugendliche*r, der*die eine Beeintr\u00e4chtigung hat, nicht genauso mal rebellisch sein, keine Lust auf Schule haben oder sich daneben benehmen? Muss er*sie, weil eine andere Betreuung n\u00f6tig ist und sich diese*r Sch\u00fcler*in dessen auch bewusst ist, sich nun besser benehmen? Nein. Also warum erwarten wir eigentlich viel mehr von jemandem, der sowieso schon mehr machen muss, mehr als von allen anderen Gleichaltrigen? \u201eIch hatte\u00a0 beispielsweise ganz lang kein Mathebuch. Ich h\u00e4tte nie die Ergebnisse erzielen k\u00f6nnen, die meine sehenden Mitsch\u00fcler*innen erzielen k\u00f6nnen.\u201c So etwas passiert, auch wenn es nicht passieren sollte. Trotzdem muss man sich dessen bewusst sein, dass das Leben f\u00fcr uns Sehende doch mit vielen Privilegien und unbewussten Vorteilen behaftet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ableismus ist tief in der Gesellschaft verankert und daher auch schwer wegzukriegen. Einige Sachen fallen uns im Alltag vielleicht auch gar nicht auf, von unseren eigenen Privilegien bis hin zu Bevormundung oder der Tatsache, dass die schulische Ausbildung auf Sonderschulen jahrzehntelang miserabel war. Bewusstsein schaffen f\u00fcr unterschiedliche Voraussetzungen sowie die eigene Situation, in Form von Privilegien, ist zum Lernen, zur Teilhabe am Schulleben und zur erfolgreichen Integration essentiell, auch wenn die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde f\u00fcr alle Beteiligten nicht immer so einfach sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun st\u00f6\u00dft die Fichte nach einem langen Kampf, den wir gemeinsam f\u00fcr die Sanierung gef\u00fchrt haben, auf eine neue H\u00fcrde. Die Sanierung. Wobei abzuwarten ist, wann diese nun wirklich beginnt. Diese wird eine Mehrbelastung f\u00fcr alle darstellen. Chaos, Container, L\u00e4rm. Doch m\u00fcssen und werden wir dies gemeinsam durchstehen. Die bisherige Baustelle ist wenig inklusiv gestaltet, bspw. f\u00fcr diejenigen, die auf einen Blindenstock angewiesen sind. Da k\u00f6nnte man sich die Frage stellen, wie wir das l\u00f6sen, wenn endlich wirklich gebaut wird. K\u00f6nnen wir das den Integrationssch\u00fcler*innen so zumuten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die\u00a0 Umwelt ist voller Baustellen, im Stra\u00dfenverkehr gibt es bspw. permanent neue Hindernisse, die bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen. Der Schritt in eine normale Schule allein ist quasi schon an sich ein Schritt ins Chaos\u201c, so Jennifer. Der Rothenburgkiez mit der Fichte und der Zeune, die so nah beieinander liegen, stellt eine optimale\u00a0 Voraussetzung f\u00fcr dauerhafte inklusive Bestrebungen dar. Im Vergleich zum allgemeinen Stadtbild ist es hier auch schon zur Normalit\u00e4t geworden, dass man sich gegenseitig begegnet \u00a0&#8211; Menschen mit und ohne Behinderung. \u201eIch denke, dass die Fichte eine ganz wichtige Institution ist, da sie eben die ganzen Sachen bereitstellt, bspw. digitale Bereitstellungen oder in Blindenschrift, was andere Schulen, meines Wissens nach nicht machen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedoch werden diejenigen, um die es geht, die blinden und sehbehinderten Mitsch\u00fcler*innen v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen, ja geradezu im Stich gelassen. F\u00fcr uns Sehende bzw. Nicht-Beeintr\u00e4chtigte ist es einfach zu sagen, dass das Projekt Schwerpunktschule nicht mehr weiterverfolgt wird &#8211; Projekte kommen und gehen eben. Was eben nicht funktioniert wird aufgegeben. Doch anstatt durch irgendwelche Vorw\u00e4nde das Projekt Inklusion zu beenden, muss sich viel mehr darum gek\u00fcmmert werden, den Gr\u00fcnden auf die Spur zu kommen, warum Inklusion so einige H\u00fcrden mit sich bringt. Nicht nur finanzielle Mittel, die nat\u00fcrlich nicht ausreichen, spielen eine Rolle, um angemessen und gleichberechtigt unterrichten zu k\u00f6nnen. Eine andere Seite bei Inklusion oder Integration ist der Wille zur Inklusion der gesamten Schulgemeinschaft. Und dieser Wille muss erhalten und bei jedem neuen Mitglied der Schulgemeinschaft gefestigt werden. Als Schwerpunktschule m\u00fcssen wir uns nicht nur darum bem\u00fchen, so viele Integrationssch\u00fcler*innen wie m\u00f6glich durch das Abitur zu bringen, sondern auch einen aktiven Teil dazu beitragen, dass Inklusion nicht l\u00e4nger eine gesellschaftliche Utopie darstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn gerne einmal davon abgeraten wird, das Ziel Abitur anzustreben, ist das Abi trotz Sehbehinderung \u00a0m\u00f6glich, was viele Ehemalige, die heute studieren, beweisen. Auch wenn die Uni ein ganz anderer Raum ist als die Schule und sich die Blinden oder Sehbehinderten um viel mehr selbst k\u00fcmmern m\u00fcssen, ist es m\u00f6glich an der Universit\u00e4t zurechtzukommen. Auch die M\u00f6glichkeit einen H\u00e4rtefallantrag zu stellen, um das Studium aufzunehmen, gibt es. Viele Unis versuchen aber ihren Studierenden mit Behinderung entgegenzukommen und unterst\u00fctzen diese, wie im Falle Jennifers die FU Berlin. Das Studium ist ebenso so wenig utopisch wie das Ablegen des Abiturs. Und einige ehemalige Blinde und Sch\u00fcler*innen mit starker Sehbeeintr\u00e4chtigung tun dies schon l\u00e4ngst, sie studieren mittlerweile Medizin, Jura, Grundschulp\u00e4dagogik oder Soziale Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen alle etwas (mehr) daf\u00fcr tun. In der Schule, aber auch au\u00dferhalb, so reichte bspw. eine Delegation aus Lehrer*innen und Sch\u00fcler*innen als Reaktion auf geplante K\u00fcrzungen, die u.a. die Einzelstunden von Integrationssch\u00fcler*innen betrafen, im Jahr\u00a0 2010 ein <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/schule\/integrative-beschulung-gemeinsam-mit-behinderten-lernen\/1876140.html\">Protestschreiben<\/a><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><\/a> an den Schulsenat ein. In der Schule k\u00f6nnte auf die Tradition der Integration an der Fichte eine j\u00e4hrliche Projektwoche oder -tage zusammen mit der Zeune in der Woche vor den Sommerferien veranstaltet werden. Viele Schulen machen in dieser Zeit Projekttage oder Fahrten, das Schuljahr ist fast vor\u00fcber, die Noten stehen bereits fest, warum also die Zeit nicht sinnvoll nutzen, anstatt sich von einem schlechtem Film zum n\u00e4chsten zu schleppen. Besonders wichtig ist es, dass neue Sch\u00fcler*innen, aber auch Lehrer*innen lernen, wie man Sch\u00fcler*innen mit einer Behinderung am besten integriert, einerseits in den Unterricht und andererseits in das nicht minder wichtige soziale Leben in der Schule. Denn Erfahrungen, die jemand in der Schule macht, sind pr\u00e4gend f\u00fcr das sp\u00e4tere Leben. Daher sollten alle Sch\u00fcler*innen, ob mit oder ohne Behinderung, die m\u00f6glichst besten Erfahrungen sammeln.\u00a0 Integration in die Klassengemeinschaft ist vor allem f\u00fcr Sch\u00fcler*innen, die sp\u00e4ter in eine bereits bestehende Gemeinschaft kommen ohnehin schwer, genauso wie die Phase von der siebten bis zur zehnten Klasse eine ist, die f\u00fcr alle von vielen \u00c4nderungen gepr\u00e4gt ist. In dieser Ich-zentrierten Zeit wird dabei schnell vergessen, dass Integrationssch\u00fcler*innen genau dasselbe in dieser Zeit durchleben, wie wir anderen Sch\u00fcler*innen. Zudem sind sie manchmal aber zus\u00e4tzlich \u201eau\u00dfen vor\u201c,\u00a0 so k\u00f6nnen\u00a0 nichtsehende Sch\u00fcler*innen manchmal nicht mitreden, \u201ewie wenn es um die neuste Mode oder sp\u00e4ter die Fahrschule geht\u201c, auch daf\u00fcr muss Sensibilit\u00e4t geschaffen werden. Eben weil der soziale Anschluss f\u00fcr alle Menschen so wichtig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist ein Appell an alle Lehrer*innen und Sch\u00fcler*innen. Wir m\u00fcssen jetzt der Frage nachgehen, wie wir inklusiver werden k\u00f6nnen, nicht wie wir beenden, was jahrzehntelang aufgebaut wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel von Resa (Q3). Anhand intensiver Recherchearbeit, Interviews mit Ehemaligen sowie eigenen Erfahrungen an der Fichte entstand dieser Artikel. Danke an alle, die geholfen haben, f\u00fcr die Hilfe. Seit mehreren Jahrzehnten ist die Fichte Vorbild, Vorreiter*in und Anlaufstelle f\u00fcr Menschen mit Sehbehinderung. 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