{"id":382,"date":"2016-11-16T17:42:02","date_gmt":"2016-11-16T16:42:02","guid":{"rendered":"http:\/\/fichtenblatt.de\/?p=382"},"modified":"2018-02-26T16:03:55","modified_gmt":"2018-02-26T15:03:55","slug":"eine-vormundschaft-uebernehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=382","title":{"rendered":"Eine Vormundschaft \u00fcbernehmen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein Artikel von <strong>Milena Venn<\/strong> (9c)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt einige Gefl\u00fcchtete in Deutschland, die ohne ihre Eltern hierher gekommen sind, aber auch noch nicht ihr 18. Lebensjahr vollendet haben. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen besondere Unterst\u00fctzung und Betreuung. Au\u00dferdem brauchen sie eine Person, die die Vormundschaft f\u00fcr sie \u00fcbernehmen. Oftmals sind das Angestellte vom Jugendamt, die alle Aufgaben \u00fcbernehmen, die normalerweise die Eltern dieser Kinder und Jungendlichen erf\u00fcllen w\u00fcrden. Au\u00dferdem begleiten sie die jungen Menschen bei ihrem Asylverfahren hier in Deutschland.<br \/>\nAllerdings haben diese Amtsvorm\u00fcnder meist 50 M\u00fcndel, also betreuungsbed\u00fcrftige Gefl\u00fcchtete. Oft stellt das eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Beamten dar und sie sind mit der Situation \u00fcberfordert. Das ist nat\u00fcrlich auch nicht optimal f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten, die oft auch mehr pers\u00f6nlichen Kontakt zu ihrem Vormund haben wollen und ihre volle Unterst\u00fctzung bei Terminen zum Beispiel im BAMF brauchen. Da das bei einem Amtsvormund meist nicht gegeben ist, gibt es noch eine andere M\u00f6glichkeit. Dies sind Vormundschaften von Freiwilligen. Eigentlich kann fast jede*r eine Vormundschaft \u00fcbernehmen, sofern die Person vollj\u00e4hrig ist. Ist dies der Fall, kann man sich zum Beispiel bei einem Verein anmelden, der ein entsprechendes Angebot hat. Nat\u00fcrlich kann man sich auch direkt an das Jugendamt wenden und so eine Vormundschaft \u00fcbernehmen. Falls man schon eine*n unbegleitete*n minderj\u00e4hrige*n Gefl\u00fcchtete*n kennt, kann man direkt f\u00fcr diese*n eine Vormundschaft beantragen. Andernfalls wird einem ein*e Gefl\u00fcchtete*r vom Jugendamt zugeordnet.<br \/>\nAber was genau tut man als Vormund? Im Prinzip geht man den T\u00e4tigkeiten nach, denen man als Eltern auch nachgehen w\u00fcrde. Also unterschreibt man zum Beispiel Zeugnisse oder entschuldigt das Fehlen im Krankheitsfall bei der Schule. Trotzdem muss das M\u00fcndel nicht zwanghaft bei seinem Vormund wohnen. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt man sein M\u00fcndel gegebenenfalls im Asylverfahren, und kann es bei Terminen begleiten. Damit das Jugendamt sicher sein kann, dass man seine Pflichten erf\u00fcllt und vor allem damit es erf\u00e4hrt, was man alles mit seinem M\u00fcndel unternommen hat oder welche Ausgaben man f\u00fcr sein M\u00fcndel machen musste, sollte man zweimal im Jahr einen Bericht \u00fcber all dies einreichen.<br \/>\nAls Minderj\u00e4hrige*r kann man nat\u00fcrlich noch keine Vormundschaft \u00fcbernehmen, allerdings kann man sich an der Fichte am Patensystem der KaGeRa beteiligen. Als Pate hilft man den Willkommenssch\u00fclern*innen z.B. beim Deutschlernen oder beim Integrieren in den Alltag. Falls ihr Interesse am Patensystem habt, k\u00f6nnt ihr euch ganz einfach an die KaGeRa wenden. Dort erhaltet ihr auch genauere Informationen \u00fcber das Patendasein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel von Milena Venn (9c) Es gibt einige Gefl\u00fcchtete in Deutschland, die ohne ihre Eltern hierher gekommen sind, aber auch noch nicht ihr 18. Lebensjahr vollendet haben. 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