{"id":620,"date":"2018-01-08T00:08:47","date_gmt":"2018-01-07T23:08:47","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=620"},"modified":"2018-02-26T16:03:41","modified_gmt":"2018-02-26T15:03:41","slug":"was-ist-der-mensch-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=620","title":{"rendered":"Was ist der Mensch? (I)"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Beitrag von <strong>\u00d6yk\u00fc \u00d6zdemir<\/strong> (10c).<br \/>\nDer Text entstand als Antwort auf eine der vier Grundfragen Immanuel Kants im Rahmen des Ethikunterrichts der 10. Klassenstufe.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch beziehungsweise das, was den Menschen ausmacht, ist eine Komposition aus dem biologischen, kulturellen und moralischen Wesen. Angesichts aller Forschungsaspekte der einzelnen Wissenschaften, wie die den menschlichen K\u00f6rper als solchen untersuchende Medizin, die sich mit der gesellschaftlichen Existenz besch\u00e4ftigenden Soziologie und die das Seelenleben des Menschen betrachtende Psychologie, werde ich nach seinem Wesen unter den aufgef\u00fchrten Teilaspekten fragen.<br \/>\nBiologisch gesehen ist der Homo sapiens eigentlich eine Ansammlung von Zellen, die sich durch die Evolution zu einem h\u00f6heren Lebewesen\/Primaten mit hochentwickeltem Verstand entwickelt hat. Der darwinistisch evolutionstheoretisch vom Affen abstammende Mensch entwickelte sich vom Sammler zum J\u00e4ger, zum Landwirt und schlie\u00dflich zum modernen Menschen, begleitet in st\u00e4ndiger Interaktion mit Kultur und Moral.<br \/>\nDoch was unterscheidet den Menschen eigentlich von einem Tier oder von k\u00fcnstlicher Intelligenz?<br \/>\nDie Kultur des Menschen entwickelt sich stetig weiter, indem sie kumulativ auf die Erfahrung der vorangehenden Generationen und auch auf das Wissenspotential der gesamten Menschheit zur\u00fcckgreift sowie deren aktuelles Wissenspotential nutzt. Dadurch kann der Mensch auch immer wieder neue Ideen entwickeln und umsetzen. Diese Umsetzung findet allerdings ihre Grenzen in der Moral, da der Mensch im Laufe seines Lebens durch Sozialisation die F\u00e4higkeit erlangt, sein Tun und Handeln ethisch und moralisch zu bewerten bzw. zu hinterfragen. Dazu greifen Kultur und Gesellschaft sanktionierend auf Menschen ein, die die mehrheitlich akzeptierten, moralisch kulturellen Wertvorstellungen nicht teilen (Beispiel: Sicherungsverwahrung f\u00fcr Kindersch\u00e4nder bzw. M\u00f6rder).<br \/>\nDie k\u00fcnstliche Intelligenz bei Maschinen ist nicht menschlich, da sie kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr hat, was sie tut, keine Gef\u00fchle, keine Emotionen oder ein Bed\u00fcrfnis nach Anerkennung hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch der Weg vom \u201eH\u00f6hlenmenschen&#8220; zum postmodernen Menschen war von vielen Faktoren gepr\u00e4gt. Urspr\u00fcnglich mussten nur die &#8222;Defizitbed\u00fcrfnisse&#8220; sprich physiologische Bed\u00fcrfnisse (Luft, Hunger, Durst, Sexualit\u00e4t, Ruhe und Bewegung, k\u00f6rperliche Unversehrtheit), Sicherheitsbed\u00fcrfnisse, (berufliche- und materielle Sicherheit, Stabilit\u00e4t der Lebensumst\u00e4nde, Regeln, Schutz) sowie soziale Bed\u00fcrfnisse (Bed\u00fcrfnis nach Gesellschaft, Kontakt, Freundschaft, Liebe) befriedigt werden.<br \/>\nDurch die Notwendigkeit des Zusammenlebens, da die steigenden Bed\u00fcrfnisse der Menschen nicht mehr ohne seine Gruppe befriedigt werden konnten, wurden auch die so genannten unstillbaren Bed\u00fcrfnisse oder Wachstumsbed\u00fcrfnisse erzeugt. Diese sind Anerkennung, Status, Ansehen, Einfluss und Macht sowie die M\u00f6glichkeiten zur Selbstverwirklichung des einzelnen Individuums in der Gruppe oder Gesellschaft.<br \/>\nAber auch Neugier und der Versuch, die Welt zu verstehen, ohne, dass es einen praktischen Nutzen gibt, sind Teil dieser Bed\u00fcrfnisse.<br \/>\nZusammenfassend kann man sagen, jeder einzelne Mensch wird durch das, was man unter Menschsein versteht, gepr\u00e4gt bzw. definiert und ebenso pr\u00e4gt das Menschsein jedes einzelne Individuum als Mensch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von \u00d6yk\u00fc \u00d6zdemir (10c). Der Text entstand als Antwort auf eine der vier Grundfragen Immanuel Kants im Rahmen des Ethikunterrichts der 10. Klassenstufe. Der Mensch beziehungsweise das, was den Menschen ausmacht, ist eine Komposition aus dem biologischen, kulturellen und moralischen Wesen. 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