{"id":638,"date":"2018-01-08T22:19:13","date_gmt":"2018-01-08T21:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=638"},"modified":"2018-02-26T16:03:06","modified_gmt":"2018-02-26T15:03:06","slug":"was-ist-der-mensch-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=638","title":{"rendered":"Was ist der Mensch? (III)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein Beitrag von <strong>Amira Demirkiran<\/strong> (10c).<br \/>\nDer Text entstand als Antwort auf eine der vier Grundfragen Immanuel Kants im Rahmen des Ethikunterrichts der 10. Klassenstufe.<br \/>\n<\/em><br \/>\nIm Grunde ist diese Frage vielseitig zu beantworten, denn meiner Ansicht nach deckt keine der Theorien &#8211; \u201eDer Mensch als Zerst\u00f6rer\u201c, \u201eDer Mensch als M\u00e4ngelwesen\u201c oder \u201eDer Mensch als Krone der Sch\u00f6pfung\u201c &#8211; die Komplexit\u00e4t dieser Frage ab. Jedoch habe ich gewisse Tendenzen bez\u00fcglich einer Antwort, welche einige Aspekte miteinander verkn\u00fcpft.<br \/>\nDazu geh\u00f6rt auch Gehlens Definition eines Menschen, welche die Behauptung aufstellt, der Mensch sei als M\u00e4ngelwesen zu verstehen. Hierbei gibt es einige wichtige Beobachtungen, denen ich auf jeden Fall zustimme, vor allem die Unangepasstheit an die \u201efreie Wildbahn\u201c. Wenn man den Menschen mit anderen Lebewesen vergleicht, f\u00e4llt auf, dass dieser keinen f\u00fcr das \u00dcberleben in der Natur notwendigen Sinn\u00a0 in besonders ausgepr\u00e4gter Form besitzt. Weder besitzt er einen stark ausgepr\u00e4gten Seh- oder H\u00f6rsinn, noch ist er mit nat\u00fcrlichen Waffen oder einem Flucht- oder Angriffsorgan ausgestattet. Gehlens Hauptthese, dass der Mensch in einer f\u00fcr seine organische Mittellosigkeit angepassten, k\u00fcnstlichen Welt lebt, durch welche er die Natur beherrschen k\u00f6nne, beruht demnach auf dieser Annahme.<br \/>\nAn dieser Stelle ist mir ein Gedanke gekommen, der Gehlens und H\u00f6ffes Theorien verkn\u00fcpft, diese aber zugleich gegen\u00fcberstellt.\u00a0 H\u00f6ffes These besagt, dass sich der Mensch durch seine \u00fcberdurchschnittliche Intelligenz von anderen Lebewesen unterscheide und ihn eine st\u00e4ndige Neugier und der Drang nach Forschung und Fortschritt antreibe.<br \/>\nK\u00f6nnte es aber nicht sein, dass genau dieses komplexe Denken der Menschen, wodruch sie in der Lage waren, sich st\u00e4ndig weiterzuentwickeln, die Ursache f\u00fcr die Enteignung der nat\u00fcrlichen, bereits genannten Mittel eines jeden Lebewesens der freien Wildbahn darstellt? Dieser Gedanke f\u00fchrte mich direkt zur n\u00e4chsten \u00dcberlegung, dem Aspekt der Anpassungsf\u00e4higkeit.<br \/>\nIch bin der Meinung, dass jedes Lebewesen in der Lage ist, sich den Gegebenheiten der Natur anzupassen. Da dem Menschen durch die Evolution und durch das Erschaffen einer \u201ek\u00fcnstlichen Welt\u201c, seine nat\u00fcrliche Anpassungsf\u00e4higkeit verloren gegangen ist, w\u00e4re es ihm aus heutiger Sicht nicht mehr m\u00f6glich, in freier Wildbahn zu \u00fcberleben. Auch w\u00e4re f\u00fcr das \u00dcberleben in der Natur in jedem Fall ein soziales Umfeld von N\u00f6ten, da ich die These vertrete, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, das sich ohne Gemeinschaft nicht weiterentwickeln kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Amira Demirkiran (10c). Der Text entstand als Antwort auf eine der vier Grundfragen Immanuel Kants im Rahmen des Ethikunterrichts der 10. Klassenstufe. 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