{"id":674,"date":"2018-01-13T17:28:24","date_gmt":"2018-01-13T16:28:24","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=674"},"modified":"2019-09-27T12:04:07","modified_gmt":"2019-09-27T10:04:07","slug":"rotkaeppchen-fachsprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=674","title":{"rendered":"Rotk\u00e4ppchen &#8211; Fachsprache"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><a href=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-661 alignright\" src=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani-232x300.jpg\" alt=\"\" width=\"232\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani-232x300.jpg 232w, https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani-768x994.jpg 768w, https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani-791x1024.jpg 791w, https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani-816x1056.jpg 816w, https:\/\/fichtenblatt.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Rotk\u00e4ppchen-Kaushani.jpg 1700w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a>Die Sammlung der Rotk\u00e4ppchen-Varianten entstand im Deutsch Grundkurs des ersten Qualifikationssemesters (Q1) unter Leitung von Fr. Regenbrecht. Im dritten Teil der Ver\u00f6ffentlichung werden eine moderne sowie eine poetische Variante\u00a0 vorgestellt. Hier geht es zum <a href=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=646\">ersten<\/a>, <a href=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=659\">zweiten<\/a>, <a href=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=667\">dritten<\/a> und <a href=\"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=685\">f\u00fcnften <\/a>Teil der Sammlung.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"CENTER\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Vermerk (Autor: Leander R\u00f6ttger)<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim vorliegenden Fall handelt es sich um eine, gem\u00e4\u00df \u00a717 des Bundesmeldegesetztes, hierorts ans\u00e4ssige nach \u00a7 174 StGB schutzbefohlene Minderj\u00e4hrige, welche aufgrund ihrer ausgefallenen Kopfbedeckung den Namen Rotk\u00e4ppchen zu tragen pflegt. Die Mutter des besagten Rotk\u00e4ppchens, welcher ihrerseits ein Schreiben der eigenen Mutter zustellig gemacht wurde, in welchem diese auf ihr k\u00f6rperliches Wohlbefinden und Pflegebed\u00fcrftigkeit aufmerksam machte, beauftragte besagtes Rotk\u00e4ppchens mit der Zustellung diverser Konsumg\u00fcter zwecks Genesung an dieselbe. Vor dem Zeitpunkt des Aufbruchs genoss Rotk\u00e4ppchen eine Belehrung seitens ihrer Mutter bez\u00fcglich des Verbots des Verlassens der Waldwege im Areal sowie die Auflage ihrer Mutter bez\u00fcglich der gesitteten \u00dcberbringung einer Gru\u00dfformel an besagte Vorfahrin. Des Weiteren machte Rotk\u00e4ppchen sich durch die Nichteinhaltung der Verbotsauflage bez\u00fcglich des Verlassens der Wege straff\u00e4llig und machte die Begegnung eines nicht gemeldeten den Beh\u00f6rden allerdings bereits durch sein nicht un\u00fcppiges Vorstrafenregister hinreichend bekannten Wolfes, welcher in gesetzes-unkonformer Amtsanma\u00dfung Einsicht in das zu Transportzwecken dienende Korbbeh\u00e4ltnis forderte, in welchem sich die Konsumg\u00fcter in Form von Backwerk sowie eines alkoholhaltigen Getr\u00e4nkes befanden, welche der Gro\u00dfmutter zugedacht waren. Dieselbe lie\u00df ihm die Information zuteil werden, derzufolge sie zu Visitezwecken sich zu ihrer im Wald residierenden Gro\u00dfmutter auf dem Weg befand. Der Wolf entschied sich aufgrund seines vorherrschenden Ern\u00e4hrungsmangels unter Vorlage einer falschen Identit\u00e4t bei besagter Gro\u00dfmutter vorzusprechen. Diese genoss aufgrund eines Augenleidens zum besagten Zeitpunkt die Vorteile einer Krankschreibung, weshalb es sich f\u00fcr den Wolf als eine Angelegenheit von geringf\u00fcgiger Komplexit\u00e4t darstellte, sich in perfider T\u00e4uschungsabsicht Zugang zum Wohnort verschaffen zu k\u00f6nnen und sich durch Verzehr der Gro\u00dfmutter der Unterschlagung von Nahrungsmitteln sowie des laut \u00a7 212, 213 des Strafgesetzbuches unter Strafe gestellten vors\u00e4tzlichen T\u00f6tungsdeliktes schuldig zu machen. Ferner bem\u00e4chtigte sich dieser darauffolgend der Identit\u00e4t derselben, um ebenfalls den Verzehr des zu einem darauffolgenden Zeitpunkt erscheinenden Rotk\u00e4ppchens zu erm\u00f6glichen und dementsprechend eines zweiten T\u00f6tungsdeliktes zur Verantwortung h\u00e4tte gezogen werden m\u00fcssen. Aufgrund g\u00fcnstiger Umst\u00e4nde f\u00fcr alle Beteiligten, unter Ausschluss des Wolfes, befand sich zu besagtem Zeitpunkt ein Waldbeamter, welcher sich zwecks Bestandregulierung und Bek\u00e4mpfung dort aufhielt, in besagtem Areal und vernahm ger\u00e4uschvolle Laute, welcher der Wolf, der aufgrund zunehmender Ersch\u00f6pfung zu n\u00e4chtigen begonnen hatte, von sich gab. Einen Versto\u00df des laut \u00a71004 BGB festgelegten Verbotes zur \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Immision durch Schall vermutend begab sich besagter Beamter zum Wohnsitz der Gro\u00dfmutter, welcher sich als Ursprung besagter Immissionen herausstellte. In Aus\u00fcbung seiner Pflicht bediente dieser sich, in Absprache mit der zust\u00e4ndigen Dienststelle, einer Schussvorrichtung auf Pulverbasis und feuerte ein Projektil auf das ruhende Raubtier, welches dadurch verschied. Aufgrund eines un\u00fcblichen Erscheinungsbildes des Leichnams entschied der Beamte, diesen, unter Zuhilfenahme eines \u00fcblichen Schneidewerkzeuges, zu \u00f6ffnen, wobei er auf das unter den Lebenden weilende Rotk\u00e4ppchen sowie dessen Gro\u00dfmutter, welche sich ebenfalls im lebenden Zustand befand, traf. Aufgrund eines durch die unerwartete Reanimation gesteigerten Frohsinns entschieden sich besagte drei Personen ohne eine amtliche Zustimmung f\u00fcr den Konsum des Backwerks und des alkoholischen Getr\u00e4nkes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erg\u00e4nzung: Der Beamte wurde aufgrund des Konsumes von Alkohol, w\u00e4hrend er sich in Aus\u00fcbung seines Dienstes im Auftrag des Staates befand, zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt, allerdings aufgrund seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Verdienste bei der Rettung zweier B\u00fcrger wieder freigesprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"CENTER\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Rotk\u00e4ppchen in Medizin-Fachsprache<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war einmal ein gesundheitlich stabiles M\u00e4dchen mit einer unauff\u00e4lligen Anamnese. Sie hatte eine Gro\u00dfmutter, die sporadisch Anzeichen einer Demenzerkrankung zeigte, was ihre Gro\u00dfmutter jedoch nicht davon abhielt, ihr ein rotes K\u00e4ppchen zu schenken, um sicherzustellen, dass sich der Gesundheitszustand des Kindes nicht verschlechtere. Rotk\u00e4ppchen war nur kassenversichert, weswegen auch sie ihren Gesundheitszustand sehr ernst nahm und dieses K\u00e4ppchen oft trug, um ihren Caput vor Unterk\u00fchlung und der Schw\u00e4chung des Immunsystems zu sch\u00fctzen. Diese pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahme nahm sie so ernst, dass ihr Name im pr\u00e4frontalen Cortex ihrer Mitmenschen als Rotk\u00e4ppchen verkn\u00fcpft wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ihre Gro\u00dfmutter so wie sie kassenversichert war und sie auf Grund der Tatsache, dass ihre Demenz in einem fr\u00fchen Stadium war, nur als Pflegestufe 1 eingestuft war, wurde Rotk\u00e4ppchen von ihrer Mutter zur Gro\u00dfmutter geschickt, um sie medizinisch und emotional versorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Weg dahin traf sie im Wald den Wolf, der vom blutsaugenden Arthropoden, Ctenocephalides Canis befallen war und so mit Rickettsia typhi infiziert war. Er empfahl ihr einen Blumenstrau\u00df zu pfl\u00fccken. Rotk\u00e4ppchen pfl\u00fcckte aufgrund eines gesenkten Intelligenzquotienten daraufhin einen Blumenstrau\u00df und der Wolf, welcher au\u00dferdem an Malnutrition litt, nutzte die Zeit, um sich, als exspektative Behandlung seiner Symptome, seinem Verdauungstrakt die Gro\u00dfmutter einzuverleiben. Er hatte schon oft altes, verdorbenes Fleisch verzehrt, sodass er nun auch noch das veraltete Fleisch der Gro\u00dfmutter fressen konnte. Jedoch schien dies seine Symptome nicht ausreichend zu lindern und so zog er daraufhin die Kleider der Gro\u00dfmutter an, um Rotk\u00e4ppchens Occipitallapen t\u00e4uschen und sie in eine Situation von k\u00f6rperlicher Gef\u00e4hrdung aufgrund ihrer Einverleibung in seinen Ventriculus Stomachus zu versetzen. Als Rotk\u00e4ppchen ankam, erkannte sie ihre Gro\u00dfmutter kaum und versuchte so eine Anamnese \u00fcber ihren momentanen Gesundheitszustand aufzustellen, jedoch f\u00fchlte sich der Wolf in seinem Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis gest\u00f6rt und a\u00df sie. Seiner st\u00f6renden Symptome nun endlich kuriert, schlief der Wolf ein und schnarchte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als der am Haus der Gro\u00dfmutter vorbeikommende Herr J\u00e4ger, ehemals Dr. J\u00e4ger, dieses Schnarchen h\u00f6rte, erkannte er sofort ein gesteigertes Risiko f\u00fcr eine Schlafapnoe und war bereit den Patienten oder die Patientin sofortig \u00fcber ihren Zustand zu informieren, da die Behandlung m\u00f6glichst fr\u00fch starten sollte, um optimale Erfolgschancen zu erzielen. Ohne sich \u00fcber die Spezies lange zu wundern, begann er gleich mit der Diagnose und stellte zwei den Darmtrakt blockierende Fremdk\u00f6rper im Bauchraum des Wolfes fest. Er f\u00fchrte kurzerhand eine extrem invasive Operation am Wolf durch und entfernte die Fremdk\u00f6rper, Rotk\u00e4ppchen und ihre Gro\u00dfmutter, aus dem triculus Stomachus des Wolfes, bevor sie vom Magensaft anfangen konnten zu denaturieren. Da Herr J\u00e4ger jedoch aufgrund von Disziplinar-Problemen vor Jahren seine Approbation verloren hatte, nutze er fehlerhaft vom K\u00f6rper nicht abbaubare Steine als Wundf\u00fcllmaterial, welche zum Tode des Wolfes f\u00fchrten. Jedoch war der Wolf kein registrierter Patient und Herrn J\u00e4ger drohten nicht erneut gerichtliche Verfahren aufgrund fehlerhaften Benehmens w\u00e4hrend einer Operation. Der Zustand der Gro\u00dfmutter hatte sich nicht verschlechtert und sowohl sie als auch Rotk\u00e4ppchen waren beide stabil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn sie sich nicht durch Altersschw\u00e4che oder Krankheit in den Exitus verabschiedet haben, dann leben sie noch heute, jedoch ist dies hoch abwegig, da die durchschnittliche Lebenserwartung nach der fr\u00fchzeitigen Diagnose von Demenz nur zwischen 5 und 10 Jahren betr\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sammlung der Rotk\u00e4ppchen-Varianten entstand im Deutsch Grundkurs des ersten Qualifikationssemesters (Q1) unter Leitung von Fr. Regenbrecht. Im dritten Teil der Ver\u00f6ffentlichung werden eine moderne sowie eine poetische Variante\u00a0 vorgestellt. Hier geht es zum ersten, zweiten, dritten und f\u00fcnften Teil der Sammlung. Vermerk (Autor: Leander R\u00f6ttger) Beim vorliegenden Fall handelt es sich um eine, gem\u00e4\u00df [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":693,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,27],"tags":[],"class_list":["post-674","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-deutsch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=674"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/674\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":689,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/674\/revisions\/689"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fichtenblatt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}