{"id":845,"date":"2018-02-25T12:22:14","date_gmt":"2018-02-25T11:22:14","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=845"},"modified":"2018-02-26T16:03:05","modified_gmt":"2018-02-26T15:03:05","slug":"synchronsprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=845","title":{"rendered":"Synchronsprechen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Eine Reportage von\u00a0 <strong>Paula Wiedemann<\/strong> (8b). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch bin Paula. Ich bin Synchronsprecherin seitdem ich acht Jahre alt bin. Durch meine Nachbarin bin ich zuf\u00e4llig auf das Synchronsprechen gekommen und jetzt ist es meine gro\u00dfe Leidenschaft.\u201c Meine Freundin Eleni kommt gleich zu mir und ich soll ihr etwas \u00fcber das Synchronsprechen erz\u00e4hlen, da sie das sehr interessiert und sie nicht so richtig wei\u00df, was das ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als sie bei mir ankommt, setzen wir uns aufs Sofa und ich fange an zu erz\u00e4hlen. \u201eSynchronsprechen ist ein tolles Hobby, was wirklich Spa\u00df macht, dennoch ist es auch ein Job.\u201c Viele fragen sich wahrscheinlich, wie ein noch so junges Kind an einen solchen Job kommt. \u201eDas passiert h\u00e4ufig durch Zufall, genau wie bei mir. Meine Nachbarin ist Regisseurin, so wollte ich es einfach mal ausprobieren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Freundin rutscht schon ganz unruhig hin und her, da sie wissen will, wie so ein Termin abl\u00e4uft. Sie nimmt sich eine Salzstange und ich fange an, weiter zu erz\u00e4hlen. \u00a0\u201eOftmals l\u00e4uft es so ab, dass ich von meinen Eltern ins Studio gefahren werde. Wenn ich dort ankomme, bin ich immer etwas aufgeregt, aber ich versuche es mir nicht anmerken zu lassen.\u201c Eleni fragt: \u201e Aber du machst das doch schon so lange, warum bist du dann noch aufgeregt?\u201c Sie nimmt sich noch eine ganze Hand voll Salzstangen und h\u00f6rt mir weiter zu. \u201eIch mache mir immer noch etwas Gedanken, ob ich das auch wirklich gut mache. Jedenfalls komme ich dort an und m\u00f6chte mich erst einmal vorstellen, doch ich muss noch kurz leise sein, da die Person, die vor mir dran ist, gerade eine Aufnahme macht. Dann stelle ich mich erst einmal vor und lege meine Sachen ab. Das tue ich in dem Raum, in dem der Regisseur und der Toningenieur sitzen. Jedes Mal bin ich aufs Neue beeindruckt, wie viele Kn\u00f6pfe und Bildschirme es dort gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach gehe ich in das Studio, in dem die Aufnahmen satt finden. Dort stellt mir der Toningenieur das Mikro richtig ein und mir wird der dicke und schwere Ordner gegeben, in dem die Takes von allen Personen aus ein paar Folgen stehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eleni fragt mich was ein Take ist. Darauf antworte ich: \u201eEin Take besteht manchmal aus zwei S\u00e4tzen und manchmal auch nur aus einem Seufzer. Als Take bezeichnet man den Text, den eine Person sagt, bis eine andere Person wieder etwas sagt.\u201c \u201eAch so\u201c, meint Eleni, \u201eaber jetzt erz\u00e4hl weiter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDann geht der Toningenieur raus und schlie\u00dft die zwei gro\u00dfen und schalldichten T\u00fcren hinter sich. Alle Personen gehen auf ihre Pl\u00e4tze und die Cutterin, die mit im Aufnahmestudio sitzt, erz\u00e4hlt mir erst einmal alles \u00fcber meine Rolle.\u201c Neugierig will Eleni wissen, was f\u00fcr Rollen ich synchronisiere. Bevor ich ihr antworte hole ich mir noch ein Glas Wasser und erz\u00e4hle dann weiter: \u201eDas ist wirklich ganz unterschiedlich. Einmal habe ich sogar ein Zeichentrick-Schweinchen gesprochen.\u201c Da m\u00fcssen wir beide lachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWo war ich stehen geblieben? Ach so! Die Toncutterin fragt mich dann, ob ich bereit sei. Ich antworte: \u201eJa!\u201c und schlage die Seite mit dem richtigen Take auf. Ich lese mir den Text genau durch und spreche ihn einmal vor, wie ich ihn betonen w\u00fcrde. Danach kann ich den Satz oder das Wort einmal im Original h\u00f6ren, um zu sehen, wo die Person Pausen macht und wie sie den Text betont. Manchmal schl\u00e4gt mir der Regisseur eine Version vor, oder ich mache das von mir aus. Ich werde dann vom Regisseur gefragt: \u201e Bist du startklar?\u201c Dann erscheinen vier Symbole und die Szene wird ohne Ton abgespielt und ich spreche sie dann ein.\u201c \u201eMuss es dazu nicht komplett leise sein?\u201c, fragt Eleni zwischendurch. \u201eJa, da hast du Recht! Jedes noch so kleine Ger\u00e4usch ist auf der Aufnahme zu h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich dann alle Szenen so durch gesprochen habe, bin ich fertig und will mich bei dem Regisseur verabschieden. Der Regisseur bedankt sich noch bei mir. H\u00e4ufig bin ich ca. eine Stunde im Studio. Mir macht das wirklich Spa\u00df.\u201c \u201eDas kann ich glauben\u201c, stimmt Eleni mir zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Reportage von\u00a0 Paula Wiedemann (8b). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen. \u201eIch bin Paula. Ich bin Synchronsprecherin seitdem ich acht Jahre alt bin. 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