{"id":857,"date":"2018-02-28T20:50:28","date_gmt":"2018-02-28T19:50:28","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=857"},"modified":"2018-02-28T20:50:28","modified_gmt":"2018-02-28T19:50:28","slug":"das-leben-mit-der-spritze-eine-reportage-ueber-diabetes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=857","title":{"rendered":"Das Leben mit der Spritze  &#8211; eine Reportage \u00fcber Diabetes"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Eine Reportage von\u00a0 <strong>Ram\u00f3n Navratil <\/strong>(8b). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAlles fing damit an, dass ich die ganze Zeit viel Durst hatte, st\u00e4ndig auf die Toilette musste, besonders nachts, immer m\u00fcde und schlapp war und ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Au\u00dferdem fing ich an, sehr stark abzunehmen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sitze mit Nuria und ihrer Mutter bei ihr zu Hause am Esstisch. Nuria ist meine Cousine. Im Februar 2013 wurde bei ihr Diabetes Typ I diagnostiziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diabetes nennt sich auch Zuckerkrankheit und wird durch eine Urinprobe festgestellt. Der Arzt erkennt, dass zu viel Zucker im Blut ist. Dies geschieht, wenn der K\u00f6rper aufh\u00f6rt, Insulin zu produzieren. Insulin ist \u00fcberlebenswichtig f\u00fcr den K\u00f6rper. Es ist ein wichtiges Hormon und dient dazu, Traubenzucker aus dem Blut in die Zellen weiter zu schleusen. In den Zellen werden die Zuckermolek\u00fcle zur Energiegewinnung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem Gespr\u00e4ch mit meiner Cousine schildert sie mir, wie es dann weiter ging. Nurias Mutter fing an sehr besorgt zu sein und ging mit ihr zum Arzt, wo nach einer Urinprobe die Diagnose Diabetes gestellt wurde. Die beiden mussten f\u00fcr zehn Tage ins Krankenhaus. Zudem bekamen alle Angeh\u00f6rigen und Lehrer*innen Schulungen, wie mit der Diabetes umzugehen ist. Auch Nuria musste lernen, Blutzucker zu messen. Dazu entnimmt sie sich mit einer d\u00fcnnen Nadel einen Tropfen Blut aus der Fingerkuppe. Ein Messger\u00e4t bestimmt die Menge von Insulin, die ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Berechnung der Insulinzufuhr musste ihre Mutter umfangreich studieren. \u00a0\u201eWir, bzw. ich, brauchten Tage, um zu realisieren, dass diese Krankheit mich mein ganzes Leben begleiten wird. Wir waren alle geschockt, haben viel geweint.\u201c Sie musste lernen, dass sie nur noch kontrolliert und unter Aufsicht essen und trinken durfte. S\u00fc\u00dfigkeiten sind f\u00fcr sie zu einer Medizin geworden, wenn sie unterzuckert ist. \u201eMeine Familie und ich mussten unser komplettes Leben an diese Krankheit anpassen und auch meine Klassenkameraden haben lange gebraucht, mit mir und der Krankheit umzugehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Laufe der Zeit hat sie gelernt, mit ihrer Krankheit besser umzugehen. Da es in der Diabetesforschung immer wieder neue Erkenntnisse gibt, wurde f\u00fcr sie das Spritzen und Messen einfacher. Zun\u00e4chst bekam sie eine Pumpe, die fest am Bauch oder R\u00fccken sa\u00df und alle drei Tage gewechselt werden muss. Das Insulin wird \u00fcber eine Fernsteuerung der Pumpe zugef\u00fchrt. Sp\u00e4ter bekam sie einen Sensor, der fest an ihrem Arm angebracht ist, um den Blutzucker zu messen. Der Wert wird dann einfach \u00fcber die Fernsteuerung angezeigt und sie wei\u00df dann, ob sie spritzen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse, wie zum Beispiel das Wetter oder Stress beeinflussen immer wieder die Werte und Nurias Mutter muss st\u00e4ndig die Balance zwischen der \u00dcber- und Unterzuckerung finden, was mit viel Arbeit und Geduld verbunden ist und zur t\u00e4glichen Aufgabe geworden ist. Trotzdem haben Nuria und ihre Familie gelernt, mit der Krankheit umzugehen und sie k\u00f6nnen mittlerweile gut damit leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Reportage von\u00a0 Ram\u00f3n Navratil (8b). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen. \u201eAlles fing damit an, dass ich die ganze Zeit viel Durst hatte, st\u00e4ndig auf die Toilette musste, besonders nachts, immer m\u00fcde und schlapp war und ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. 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