{"id":860,"date":"2018-03-01T19:49:32","date_gmt":"2018-03-01T18:49:32","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=860"},"modified":"2018-03-01T19:49:32","modified_gmt":"2018-03-01T18:49:32","slug":"taeglich-fuer-den-richtigen-durchblick-sorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=860","title":{"rendered":"T\u00e4glich f\u00fcr den richtigen Durchblick sorgen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Eine Reportage \u00fcber den Alltag einer Optikermeisterin von <strong>Yolanda Pawlowski <\/strong>(8b). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Samstag, 14 Uhr. Frau Neumann schlie\u00dft l\u00e4chelnd ihren Optikerladen in der Breitestra\u00dfe in Schmargendorf ab. Gemeinsam mit ihrem dreik\u00f6pfigen Team hat die Optikermeisterin daf\u00fcr gesorgt, dass viele Kunden mit neuen oder reparierten Brillen wieder den richtigen Durchblick haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSamstag ist zwar der k\u00fcrzeste Arbeitstag, aber daf\u00fcr kommen mehr Kunden als an einem Wochentag mit neunst\u00fcndiger \u00d6ffnungszeit. Die Menschen haben Samstag Zeit, um sich nach einer neuen Brille umzuschauen oder die alte reparieren zu lassen\u201c, berichtet die freundliche Optikermeisterin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Handwerk mit viel Fingerspitzengef\u00fchl<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Arbeitstag beginnt f\u00fcr die 66-j\u00e4hrige Optikermeisterin Jutta Neumann und ihre Mitarbeiter*innen immer um 9 Uhr. Zuerst werden die Lieferungen der Gl\u00e4ser und Gestelle ausgepackt und den Auftr\u00e4gen der Kund*innen zugeordnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Chefin und ein Mitarbeiter beginnen damit, die Gl\u00e4ser in die Fassungen in der Werkstatt einzuschleifen. Das Schleifger\u00e4t ist sehr laut. Es ist viel Geschicklichkeit und Erfahrung von N\u00f6ten. Dies merke ich gleich, als ich die M\u00f6glichkeit erhalte,\u00a0 ein \u00dcbungsst\u00fcck zu bearbeiten. Das Kunststoffglas bricht ab. \u201eDie Ausbildung zum Optiker dauert drei Jahre. Da bekommt man \u00dcbung im Umgang mit der Technik\u201c, beruhigt mich Frau Neumann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Besonderes Ambiente <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Mitarbeiter sorgt daf\u00fcr, dass die \u00fcber 500 Brillenmodelle verschiedener Marken in den Wandregalen akkurat angeordnet sind. Auff\u00e4llig sind auch die vielen Spiegel an den W\u00e4nden. Sie lassen den Laden gr\u00f6\u00dfer und heller wirken und dienen nat\u00fcrlich auch dazu, dass sich die Kunden darin mit der neuen Brille betrachten k\u00f6nnen.<br \/>\nBesonders auff\u00e4llig ist die Schaufensterdekoration. In einem Geflecht aus \u00c4sten und Zweigen sind die Brillenmodelle angeordnet. Ein echter Hingucker.<br \/>\nIn einem etwas gesch\u00fctzten Bereich im hinteren Teil des Ladens steht ein Ger\u00e4t, in das viele verschiedene Linsen eingespannt werden k\u00f6nnen. \u201eNicht alle Kunden kommen mit einem Brillenrezept zu uns. Wir k\u00f6nnen mit diesem Ger\u00e4t die Fehlsichtigkeit bestimmen. Deshalb ist Sorgfalt ein wichtiges Kriterium in meinem Beruf\u201c, erkl\u00e4rt Frau Neumann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Immer die Ruhe bewahren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun betritt der erste Kunde des Tages das Gesch\u00e4ft. Es zeigt sich, dass man als Optiker nicht nur viel handwerkliches Geschick, sondern auch Menschenkenntnis und soziale Kompetenz haben muss. Der Kunde kann sich n\u00e4mlich nicht mit Worten verst\u00e4ndlich machen, da er taubstumm ist. Mit Zettel und Stift findet Frau Neumann jedoch heraus, was sein Anliegen ist. Der Brillenrahmen ist gebrochen und soll repariert werden. Dies stellt sich als unl\u00f6sbar heraus und so muss der Kunde eine neue Fassung bestellen. Bei der Auswahl wird er ausf\u00fchrlich beraten. In zwei Werktagen wird das Modell geliefert und dann k\u00f6nnen die Gl\u00e4ser der alten Brille im Laden eingeschliffen werden. Das spart dem Kunden eine Menge Geld. \u201eDie Gl\u00e4ser sind je nach Grad der Fehlsichtigkeit meist ein Vielfaches teurer als das Gestell\u201c, erl\u00e4utert die Optikerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jeder Kunde ist einzigartig <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der n\u00e4chste Kunde kommt seine fertige Brille abholen. Er sieht sehr modern mit dem neuen Modell aus, das noch genau an seine Kopfform angepasst werden muss.<br \/>\nIm Verlaufe des Tages betreten noch viele Kund*innen mit unterschiedlichen W\u00fcnschen den Laden. Es f\u00e4llt auf, dass es im Laden nie hektisch wird und immer der*die Kund*in im Mittelpunkt steht. Auch wenn viele Schauspieler*innen und Politiker*innen zu ihren Kund*innen geh\u00f6ren, behandelt die Optikerin alle Kund*innen gleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Ladenschluss um 14 Uhr ist der Arbeitstag als Optikermeisterin noch nicht beendet. Jetzt steht noch die Buchhaltung auf dem Programm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Reportage \u00fcber den Alltag einer Optikermeisterin von Yolanda Pawlowski (8b). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen. Samstag, 14 Uhr. Frau Neumann schlie\u00dft l\u00e4chelnd ihren Optikerladen in der Breitestra\u00dfe in Schmargendorf ab. 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