{"id":911,"date":"2018-03-10T23:25:49","date_gmt":"2018-03-10T22:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=911"},"modified":"2018-10-23T23:18:39","modified_gmt":"2018-10-23T21:18:39","slug":"schule-ohne-rassismus-was-steckt-dahinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=911","title":{"rendered":"\u201eSchule ohne Rassismus\u201c \u2013 Was steckt dahinter?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Eine Reportage von <strong>Lara Wittassek<\/strong> und <strong>Josephine Arlt<\/strong> (8d). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen.<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man unsere Schule, das Fichtenberg-Gymnasium, \u00fcber den Haupteingang betritt, f\u00e4llt der Sch\u00fcler*innenschaft wie auch Besucher*innen das Schild <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage <\/em><\/strong>(franz. <em>Mut<\/em>), die Abk\u00fcrzung schulintern hierf\u00fcr ist<strong><em> \u201eSoR-SmC\u201c, <\/em><\/strong>sofort ins Auge. Auch im Haupt-Schulgeb\u00e4ude sind Hinweise in Form von Aush\u00e4ngen im Bereich des Lehrer*innenzimmers zu finden, wie beispielsweise die SoR-AG, die sich in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden trifft und sich inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzt. Weiterhin wurden Willkommensklassen in unsere Schule integriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was bedeutet das Schild <strong>\u201eSoR-SmC\u201c<\/strong> \u00fcberhaupt f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Etikett <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage <\/em><\/strong>\u00a0ist nicht nur ein Schild, sondern eine Auszeichnung, die die Einstellung gegen\u00fcber Rassismus und Antisemitismus verdeutlicht. Antisemitismus ist eine Form von Rassismus, die sich gegen die religi\u00f6se Bev\u00f6lkerungsgruppe der Juden richtet. Rassismus hei\u00dft nicht nur, dass man eine negative Einstellung gegen\u00fcber Ausl\u00e4ndern oder Menschen aus anderen Kulturen hat, sondern bedeutet auch, gegen andere Religionen, sexuelle Ausrichtungen oder gegen die <em>Allgemeing\u00fcltigkeit der Menschenrechte<\/em> [<em>\u00c4nderung der Redaktion; 30.04.2018<\/em>] zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Titel <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage<\/em><\/strong> ist weltweit verbreitet. In Deutschland tragen diesen Titel insgesamt 1.700 Schulen, davon allein im Bundesland Berlin 64 Schulen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage <\/em><\/strong>muss, um ihren Titel zu erhalten, regelm\u00e4\u00dfig einen Projekttag (SoR-Tag) zum Thema Rassismus durchf\u00fchren. Momentan gibt es an unserer Schule einen Projekttag pro Jahr. An diesem Tag bearbeiten die Klassen Projekte, deren Ergebnisse sie nachmittags jeweils einer anderen Klasse vorstellen. Die Klassen tauschen Kenntnisse zu ihren Themen (z.B. Vorurteile oder rassistische Schriftz\u00fcge an \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen) aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber sollte man das Thema Rassismus nur einmal im Jahr aufgreifen? \u201eNein!\u201c, sagen \u00fcber die H\u00e4lfte unserer Mitsch\u00fcler*innen, laut unserer aktuellen Umfrage (Stand: November 2017) unter mehr als 30 Siebt- und Achtkl\u00e4ssler*innen. Das Ergebnis der Umfrage unterstreicht, dass das Thema \u201eSoR\u201c viel h\u00e4ufiger im Unterricht und im Rahmen von Projekttagen behandelt werden sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorschl\u00e4ge der Sch\u00fcler*innenschaft reichen von einmal im Monat bis zweimal im Jahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Schule ist seit Mitte M\u00e4rz 2015 offiziell eine <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage<\/em><\/strong>, aber bemerken das die Sch\u00fcler*innen des Fichtenberg-Gymnasiums \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unserer Umfrage zufolge sind die Meinungen in der Sch\u00fcler*innenschaft des 7. und 8. Jahrgans sehr verschieden. Gerade einmal knapp die H\u00e4lfte der Befragten ist sich bewusst, dass wir eine <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage<\/em><\/strong> sind. Der andere Teil merkt kaum einen Unterschied zu anderen Schulen und meint, dies nur anhand des Schildes am Haupteingang erkennen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Umfrage steht im Missverh\u00e4ltnis zu den Aussagen unseres Schulleiters, Herrn Steiner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem Interview mit ihm stellte er klar in den Vordergrund, dass unsere Schule ein besonderes Schulklima habe. Diese Einstellung begr\u00fcndete er mit der Aussage, dass die Sch\u00fcler*innenschaft genau wisse, wie sie sich im Rahmen des Etiketts <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage <\/em><\/strong>zu verhalten habe. Das Schild am Haupteingang unserer Schule w\u00fcrde dieses Klima und die damit in enger Verbindung stehende Einstellung in Form der Au\u00dfenansicht nochmals unterstreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Des Weiteren f\u00fchrte er auf, dass es eine Besonderheit unserer Schule sei, dass das Schild <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage<\/em><\/strong> nicht nur ein Bild zum Anschauen sei, sondern die Intention (Sinn und Zweck), die dahinter steckt, durch die Schule gelebt werde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der unterschiedlichen Ansichten zwischen der Sch\u00fcler*innenschaft aus den unteren Jahrg\u00e4ngen (7. und 8.Klasse )und der Aussage des Schulleiters sollte vor allem auf das Umfrageergebnis geachtet werden. Das Thema Rassismus sollte verst\u00e4rkt im Unterricht und durch mehr Projekttage im Schuljahr behandelt werden. Dies sollte von schulischer und von Seiten der Sch\u00fcler*innenvertretung, der AG sowie von der Elternvertretung neu diskutiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin sind viele Sch\u00fcler*innen der Auffassung, dass man Willkommensklassen in die Projekttage einbeziehen sollte, sodass man unter anderem etwas aus ihrem Leben erf\u00e4hrt und wie sie sich beispielsweise gef\u00fchlt haben, als sie ihre Heimat verlassen mussten. Bisher werden die Willkommensklassen nicht in die unteren Klassenstufen \u00a0integriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer L\u00f6sungsvorschlag der Sch\u00fcler*innen f\u00fcr eine bessere Wahrnehmung als <strong><em>Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage<\/em><\/strong> ist, dass nicht nur im Haupt-Schulgeb\u00e4ude Hinweise zur AG und zum Thema Rassismus ausgeh\u00e4ngt werden, sondern auch in den Nebengeb\u00e4uden. Die Sch\u00fcler*innen der unteren Klassenstufen, die im Nebengeb\u00e4ude untergebracht sind, bekommen bisher kaum etwas von der Existenz und den Aktionen der AGs mit. So k\u00f6nnten alle AGs der Schule durch Aush\u00e4nge im Nebengeb\u00e4ude oder durch Vorstellungen in den Klassen besser bekannt gemacht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sch\u00fcler*innen der unteren Klassenstufen sollten mehr in Themen und Aktionen zur <strong>\u201eSchule ohne Rassismus &#8211; Schule mit Courage\u201c <\/strong>einbezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Reportage von Lara Wittassek und Josephine Arlt (8d). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen. Wenn man unsere Schule, das Fichtenberg-Gymnasium, \u00fcber den Haupteingang betritt, f\u00e4llt der Sch\u00fcler*innenschaft wie auch Besucher*innen das Schild Schule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage (franz. 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