{"id":913,"date":"2018-03-10T23:41:42","date_gmt":"2018-03-10T22:41:42","guid":{"rendered":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=913"},"modified":"2018-10-23T23:18:27","modified_gmt":"2018-10-23T21:18:27","slug":"fluechtlinge-eine-flucht-zwischen-angst-und-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fichtenblatt.de\/?p=913","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlinge &#8211; Eine Flucht zwischen Angst und Tod"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Kommentar von <strong>Sera Kralisch<\/strong> (8c).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fl\u00fcchtlinge, den Begriff kennen wir alle, doch wir k\u00f6nnen uns nicht vorstellen, was sie w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt \u00fcber die Grenze f\u00fchlen oder denken. Wir kennen diese Situation nicht, denn wir leben gut und haben alles was wir brauchen. Viele sterben auch bei der \u00dcberfahrt mit einem kleinen Gummiboot, sie ertrinken, unter ihnen viele kleine Kinder und Babys. Sie klettern \u00fcber Stacheldrahtz\u00e4une, nur um dem Krieg zu entkommen. Oder schicken ihr Kind alleine auf eine lange Reise, um es zu retten. Syrien ist und wird vollkommen zerbombt und so versuchen sie zu fliehen.<br \/>\nEr wurde mit vorgehaltener Waffe in einen Wagen Richtung \u00c4gypten gezwungen. Andere Freunde und Fl\u00fcchtlinge verschwanden in Folterkammern. Er aber kletterte \u00fcber den Grenzzaun. Er wusste nie, in welches Land er fl\u00fcchten sollte, aber w\u00e4re er dort geblieben, w\u00e4re er jetzt tot. So geht es den Fl\u00fcchtlingen, sie m\u00fcssen immer um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpfen.<br \/>\nEs gibt viele Leute, die Fl\u00fcchtlinge nicht wollen. Warum? Das wei\u00df man meist nicht. Viele Leute verabscheuen sie, wie zum Beispiel mit solchen S\u00e4tzen: \u201eDie kennen nur ein Loch zum Schei\u00dfen\u201c oder \u201eDie nehmen uns alle Arbeitspl\u00e4tze weg\u201c. Aber das einzige was sie wollen, ist weg vom Krieg zu kommen. Meiner Familie und mir haben sie noch nie etwas weggenommen, kein Arbeitsplatz, keine Wohnung und kein Gehalt.<br \/>\nOft werden Fl\u00fcchtlinge abgeschoben, da die Regierung nicht mehr Menschen in ihrem Land will. Meist werden sie in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckgeschickt, sie kommen nach ca. zwei Monaten wieder, doch werden kurz darauf wieder abgeschoben. Was sollen sie sonst tun, warten bis sie umgebracht werden?\u00a0 Eine Frau in Afrika steht am Hafen mit einem Schild dessen Aufschrift ist: \u201eCiao\u201c. Sie wollen nicht noch mehr von ihrem Land abgeben, doch die Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen nirgendwo anders hin.<br \/>\nIn Berlin gibt es schon viele Willkommensklassen und Unterbringungen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge. Doch es k\u00f6nnen nicht nur wenige L\u00e4nder bleiben, die ihnen Unterst\u00fctzung bieten und ihnen Asylrecht geben. Auf Platz 1 der L\u00e4nder, die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig bisher am meisten Fl\u00fcchtlingen aufgenommen haben, steht Schweden, danach Deutschland und auf Platz 3 \u00d6sterreich.<br \/>\n\u201eFamilienrecht ist Menschenrecht\u201c, sagt der Chef der Partei Die Linke, \u201edass gilt nicht nur f\u00fcr den deutschen Pass\u201c [<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/streitthema-familiennachzug-ist-die-union-noch-eine-familienpartei-linke-chef-uebt-scharfe-kritik-an-cdu-und-csu_id_8398863.html\">1<\/a>]. Die H\u00e4rtefallreglung, die die gro\u00dfe Koalition beschlossen hat, ein Trauerspiel zu Lasten der Menschlichkeit. Beim Familiennachzug von Fl\u00fcchtlingen mit eingeschr\u00e4nktem Schutz, etwa aus Syrien, haben beide Seiten nachgegeben. W\u00e4hrend die SPD den Nachzug von Ehepartnern und Kindern wieder erlauben wollte, war die Union strikt dagegen. Der Nachzug bleibt nun bis zum 31. Juli ausgesetzt. Danach d\u00fcrfen Fl\u00fcchtlinge ihre Kernfamilie wieder nachholen, allerdings bleibt der Nachzug auf 1.000 Menschen pro Monat begrenzt, also maximal 12.000 pro Jahr. Zudem werden H\u00e4rtef\u00e4lle ber\u00fccksichtigt. Die Details m\u00fcssen noch gekl\u00e4rt werden \u00a0Die zur\u00fcckgelassenen Kinder und Frauen in Syrien, haben ein Recht auf ihre Familie. Kinder werden nie ihre Traumata durch Kriegserlebnisse und Verlust \u00fcberwinden, dass ist einer der schlimmsten H\u00e4rtef\u00e4lle, die es gibt. Deswegen sollte sich jede*r einzelne daf\u00fcr einsetzen, dass Fl\u00fcchtlinge akzeptiert und aufgenommen werden. Man kann mit Spenden helfen,\u00a0 ehrenamtlich in Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften arbeiten oder Patenschaften f\u00fcr Familien abschlie\u00dfen, um ihnen bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen helfen zu k\u00f6nnen. Dort kann man auch mit Fl\u00fcchtlingen reden und verstehen, was sie schon alles durchgemacht haben. Wichtig, so finde ich, ist es auch Meinungen, die sich zu sehr\u00a0 nach rechts orientieren, nicht kommentarlos hinzunehmen. Auch wenn dies nicht einfach ist. Denn nichts zu sagen, k\u00f6nnte diese Menschen noch mehr ermutigen, radikaler zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Kommentar von Sera Kralisch (8c). Fl\u00fcchtlinge, den Begriff kennen wir alle, doch wir k\u00f6nnen uns nicht vorstellen, was sie w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt \u00fcber die Grenze f\u00fchlen oder denken. Wir kennen diese Situation nicht, denn wir leben gut und haben alles was wir brauchen. 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