Ein Beitrag von Oberstufenschülerinnen der Fichte.

Was ist das Problem?

Die AfD hat am Sonntag (22.10.) ein Portal für Berliner Schulen online gestellt, auf dem sich Eltern und Schüler*innen über Lehrkräfte beschweren können, wenn sie sich im Unterricht politisch entgegen der Meinungen der AfD positionieren.

Die Partei sieht die Neutralität der Schulen aufgrund von „linker Indoktrinierung“ und „AfD-Bashing“ in Gefahr.

Wir befürchten eine Einschränkung unserer freien politischen Bildung durch diese Art der Meinungskontrolle.

Wir können verschiedene Ansichten selber reflektieren und bewerten und sehen überhaupt keine Notwendigkeit darin, von einer menschenfeindlichen Partei wie der AfD vor angeblich einseitiger Beeinflussung „beschützt“ zu werden.

Als Schule ohne Rassismus wollen wir das Fortbestehen einer solchen Plattform, die eindeutig zum Rechtsruck in unserer Gesamtgesellschaft beiträgt, verhindern!

Was sagt das Gesetz?

Laut dem „Beutelsbacher Konsens“ dürfen Lehrer*innen ihre politische Meinung äußern, jedoch gilt:

  • das Überwältigungsverbot (Es darf keine politische Ansicht aufgezwungen werden.)
  • das Kontroversitätsgebot (Themen müssen kontrovers aus verschiedenen Perspektiven dargelegt werden.)
  • die Schüler*innenorientierung (Schüler*innen müssen befähigt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie auch auszudrücken.)

Laut Schulgesetz sollen wir in der Schule außerdem u.a. die Grundsätze Demokratie, Frieden, Freiheit und Menschenwürde beigebracht bekommen.

Was können wir tun?

  • Die Plattform unbrauchbar machen, indem wir sie mit fiktiven Storys, falschen Beschwerden etc. überschwemmen
  • Die Satireseite mein-abgeordneter-hetzt.de ist für nicht so Kreative sehr zu empfehlen 🙂
  • Unseren Protest zur Schau stellen!