Eine Artikel von Özge Yildiz (Q2).

„Ernst sein ist alles“, geschrieben von Matthias Käther für die Lauscherlounge, fand am 29.11.2018 im atmosphärischen Ballhaus statt. Ursprünglich geschrieben wurde das Stück „The Importance of Being Earnest“ von Oscar Wilde (1854-1900). Es wurde  am 14.02.1895 in London uraufgeführt.
Die ironisierende Komödie, welche die Oberschicht Londons präsentieren soll, wurde extra von Autor und Rundfunkjournalist Matthias Käther für die Lauscherlounge neu übersetzt und als Live-Adaption bearbeitet. Aufgeführt wurde das Hörspiel von Sprechern*innen aus dem Hörspiel-, Synchron- und Schauspielbereich. Geräusche wurden vom Geräuschemacher Jörg Klinkenberg eingespielt. Die Musik für das Live-Hörspiel hat Dirk Wilhelm komponiert und ebenfalls live auf einem Keyboard eingespielt.

Foto aus dem 1. Akt. Entstanden am 01. Februar 1895 im St. James’s Theatre, London.

Das Stück spielt im Zeitalter des viktorianischen Englands. Es geht darum, dass John Worthing, der auf dem Landhaus mit seinem Mündel Cecily lebt, nach London reist, um dort seinem Vergnügen nachzugehen. Dort trifft er die Cousine Gwendolin von Algernon, genannt Algy, in die er sich verliebt. Immer wenn er nach London reist, gibt er vor, seinen verantwortungslosen Bruder Ernst zu besuchen, den John erfunden hat. In London verliebt er sich in Gwendolin, welche die Cousine von Algy ist. Ernst und Gwendolin wollen heiraten. Dies stellt sich als schwieriger heraus als gedacht. Denn die Mutter von Gwendolin erlaubt es ihr nicht, Ernst zu heiraten. Gwendolin würde ihn nicht heiraten, wenn er einen anderen Namen tragen würde. Als Johns bester Freund dies erfährt, beginnt er seinen Freund mit seiner dunklen Vergangenheit zu erpressen.

Die Komödie spitzt sich zu, als Algernon zum Landhaus von John fährt und sich als Ernst ausgibt. Er verliebt sich in das Mündel von John, welcher ebenfalls in seinem Landhaus auftaucht und notgedrungen auf das Spiel seines Freundes eingeht. Als Gwendolin ebenfalls auftaucht, spitzt sich die Angelegenheit etwas weiter zu. Gwendolin und Cecily prügeln sich, nachdem sie voneinander erfahren, dass die Männer, die sie lieben, beide Ernst heißen. Dies führt bei den Frauen zur Verwechslungen, daher bekriegen sie sich.

Die Sprecher*innen, die sich in die jeweiligen Rollen hineinversetzt haben, haben ihre Rolle gut gespielt. Sie haben bei den Hörer*innen die jeweiligen Gefühle der Personen sehr gut herübergebracht.

Geräusche sowie Musik wurden live von Jörg Klinkenberg und Dirk Wilhelm eingespielt. Es war ein sehr lustiges, witziges, grandioses, tolles Hörspiel, was am 29.11.2018 im Ballhaus Berlin aufgeführt wurde. Die Atmosphäre, die im Ballhaus entstanden ist, als das Hörspiel aufgeführt wurde, war einmalig. Zudem war es sehr schön die Sprecher*innen live auf der Bühne zu erleben.

Falls das Hörspiel erneut aufgeführt werden würde, würde ich es mir auf jeden Fall nochmal anschauen. Man konnte herzlich dabei lachen und sich, wie bereits erwähnt, sehr gut in die Figuren hineinversetzen.