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Neue Projekte für die Fichte

Der folgende Artikel wurde zuvor in der 1. Ausgabe des gedruckten Fichtenblattes veröffentlicht.
Das Team der Schülersprecher*innen stellt die neuen Projekte der SV vor, vom Schulball und eigenen Budgets bis hin zur Schüler*innenfirma und dem Umwelt-tag

„Die Schülerinnen und Schüler wirken bei der Verwirklichung der Bildungs- und Erziehungs-ziele durch ihre Schüler*innenvertretung aktiv und eigenverantwortlich mit.“
(§ 83 (1) Schulgesetz Berlin)

„Die Schülervertreterinnen und Schüler-vertreter nehmen die Interessen der Schülerinnen und Schüler in der Schule gegenüber den Schulbehörden wahr und üben die Mitwirkungsrechte der Schülerinnen und Schüler der Schule aus. […]“
(§ 83 (2) Schulgesetz Berlin).

So stehen die Aufgaben der SV im Schulgesetz. Doch was bedeutet das für unsere Schulgemeinschaft konkret?

Die SV-Arbeit geht weit über die vier Stunden pro Monat, in denen sich unsere SV trifft, hinaus! Viele Teile der Arbeit laufen im Hintergrund ab, ohne von der restlichen Schulgemeinschaft registriert zu werden. Das wollen wir verbessern. Transparenz ist ein in diesem Zusammenhang oft genutztes Wort, jedoch keine leichte Aufgabe. Die IWGS (Informationsweitergabestunden) oder der Account der SV auf Instagram sind Möglichkeiten für die Schüler*innen, mit in unsere Arbeit einbezogen zu werden.

Dieses Jahr hatten wir im Anschluss an die Weihnachtsfeier zum ersten Mal ein Schüler*innenparlament. Nun bietet die Schulzeitung ein komplett neues Medium, das es Gremien wie der SV oder uns als Schüler*innensprecher ermöglicht, tiefere Einblicke in Projekte zu gewährleisten, was wir hiermit gerne tun.

Vom 5. bis 8. Dezember fand auch dieses Jahr wieder die SV-Fahrt statt. Eine Gruppe aus Klassensprecher*innen, Jahrgangssprecher*innen, an der SV-Arbeit Interessierten und Mitgliedern der Umwelt-AG arbeitete in Workshops an Projekten. In nur wenigen Tagen wuchs die Gruppe eng zusammen, was auch den Teamer*innen von „mehr als lernen“ nicht entging. Diese merkten später an, dass die Mischung von Spaß und ernsthafter Arbeit in unserer Gruppe einzigartig sei. Dieses Interesse und Engagement, das man in unserer Schule immer wieder spüren kann, ist keineswegs selbstverständlich. Es ist wichtig, sich in das Gedächtnis zu rufen, dass jedes Projekt an einer Gruppe fleißiger Schüler*innen hängt, die ihr Herzblut in das Projekt stecken. Davon haben wir an unserer Schule zum Glück viele. Sei es nun in der SV, SOR, AGs oder aus Eigeninitiative.

Somit haben wir auch dieses Schuljahr wieder eine Bandbreite an Projekten, die wir in diesem Artikel vorstellen möchten.

SV-Arbeit ist oft eine Mischung aus dem Erhalten von alten Projekten und dem Erschaffen von neuen. Weitergeführt wird dieses Jahr unter anderem das Jahrbuch, welches Klassenseiten präsentiert oder mit der Umfrage Einblicke in die Köpfe der Schüler*innen ermöglicht. Eure Meinung zählt besonders für die Merchgruppe, welche vorhat, eine neue Fichtekollektion herauszubringen. Dieses Jahr vielleicht einmal Socken oder Mützen?

Eine weitere bestehende Tradition ist der FIFA-Cup und auch Mottotage gibt es dieses Jahr wieder viele. Darunter sowohl neue, als auch langbewährte, wie den Valentinstag. Doch auch bei bestehenden Projekten müssen immer wieder aufs Neue Verbesserungen vorgenommen und auf die Einwände der Schüler*innen reagiert werden. Somit gibt es an diesem Valentinstag aus ökologischen Gründen nicht Rosen, sondern selbst gebastelte Karten. Auch die Schulparty braucht jedes Jahr ein neues Motto – dieses Mal: „Schwarzlicht“. Zum ersten Mal wird es in diesem Schuljahr zusätzlich einen Schulball geben, der für alle Jahrgangsstufen zugänglich ist! Freut euch also auf tolle Musik und 1-Meter-Pizzen!

Wir hoffen, dass viele der neuen Projekte zum Dekadenwechsel auch noch nachhaltig Anklang finden werden. Besonders große und viele Neuerungen haben wir dieses Jahr im Bereich Umwelt. „Umwelt und Natur als Fundament des sozialen Zusammenhaltes“ heißt es im Umweltbericht der Bundesregierung 2019. Doch eben diese Natur zerstören wir Menschen gerade auf unterschiedlichste Weise. Wir möchten deshalb den Schutz der Natur zum Anlass eines Projekttages nehmen. Dies gedenken wir durch mehrere Projekte zu tun: Klimawandel, damit zusammenhängendes Artensterben, Rodung des Urwaldes, Verschmutzung der Meere, Plastikmüll und suchtmäßiger Konsum sind nur einige der Umweltthemen, die unsere Welt gerade belasten. Obgleich man sich einen Schalter wünscht, einen Ausknopf, mit dem man all dies stoppen kann, muss man eher versuchen, das Thema Umwelt auf allen Eben zu verstehen und von verschiedenen Punkten aus anzugehen. Als ob dies nicht schwer genug ist, gibt es immer noch Menschen, die den von Menschen verstärkten Klimawandel plump leugnen, sei es aus mangelnder Bildung oder aus anderen Gründen. Zumindest den Bildungsaspekt kann man ändern. Egal ob Klimaleugner*innen oder „Fridays for Future“-Demonstranten*innen, Hintergründe zu verstehen ist immer wichtig. Aus diesem Grund wird es erstmals einen Umweltprojekttag geben, welcher an das Prinzip des erfolgreichen SOR-Tages anlehnt, wenn auch mit verändertem Aufbau. Es wird zwei Phasen geben: zu Beginn informierende Vorträge und danach eine Vielzahl an Workshops, um eine Mischung aus Informationen und eigen-ständigem Denken bzw. praktischer Umsetzung zu ermöglichen. Neu ist auch die Möglichkeit, dass sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen Workshops leiten können.

Ein Tag für die Umwelt ist jedoch keinesfalls genug. Natürlich ist es wichtig, das vorhandene Wissen in Taten umzusetzen. Aus diesem Grund haben wir einen Antrag ausgearbeitet, der ein Flugreiseverbot für Kursfahrten anregt und ein weiterer Antrag, der doppelseitiges Kopieren fordert. Außerdem entstehen dieses Jahr ein Umweltladen und eine Schüler*innenfirma. Dies ist aus zweierlei Gründen ein wirklicher Fortschritt. Zunächst wird der Umweltladen ein breites Angebot an Schreibutensilien aus recyceltem Material anbieten, sodass Schüler*innen die Chance haben, umweltfreundliche Produkte direkt in der Fichte zu kaufen. Des Weiteren bewirkt eine Schüler*innenfirma, dass unsere Schule eigene Einnahmen hat und so Projekte finanzieren kann. Dies ist ein weiterer Schritt zu einer größeren finanziellen Eigen-ständigkeit der Schüler*innenschaft, nachdem wir seit letztem Schuljahr zum ersten Mal ein eigenes Budget haben. Auch der beantragte Schüler*innen-Haushalt soll die Finanzierung von SV-externen Projekten ermöglichen. Schließlich benötigen viele Projekte Geld und es wäre wirklich schade, wenn gute Ideen nicht umgesetzt werden könnten, weil irgendwo ein Euro fehlt.

Wir als Schülersprecher*innen freuen uns darauf, jedes einzelne Projekt mit euch, der Schulgemeinschaft, zusammen umzusetzen. Auf weitere Jahre voller Engagement und Spaß.

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