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Kohle, Sand und Bergmannshand

Exkursion in den Braunkohletagebau in der Lausitz

von Tom Katz u.a. aus dem LK Geografie Q2 (Fr. Menacher und Hr. Otte)

Am 10. März unternahmen wir mit dem Geografie-Leistungskurs sowie zwei weiteren Geographie-Grundkursen eine Exkursion in die Lausitz, genauer in ein noch aktives Braunkohletagebaugebiet südlich von Berlin im Grenzraum von Brandenburg und Sachsen. Ziel der Exkursion war es, die Themen die wir im Unterricht hatten, durch einen eigenen direkten Einblick vor Ort besser zu verstehen.

Der Tagebau ist eine Form des Rohstoffabbaus, bei der große Flächen abgetragen werden, um an die darunterliegende Braunkohle zu gelangen. Bereits bei der Ankunft wurde deutlich, wie stark der Mensch in die Landschaft eingreift: Es gab kaum Vegetation und die Umgebung wirkte durch die großflächigen Ausgrabungen sehr verändert.

Der erste Programmpunkt war ein Aussichtspunkt, von dem aus wir einen guten Überblick über das gesamte Tagebaugebiet hatten. Dort konnte man die Weiten besonders gut erkennen. Außerdem erfuhren wir, wie die Flächen nach dem Abbau rekultiviert werden, zum Beispiel durch die Entstehung von künstlichen Seen oder durch Wiederbegrünung. Während der Führung erklärte uns ein Guide, der früher selbst im Tagebau in Welzow-Süd tätig war, die einzelnen Abläufe des Braunkohleabbaus. Besonders beeindruckend war der Einsatz von Großgeräten wie Schaufelradbaggern, die Erde und Kohle abtragen. Auch Förderbänder und sogenannte Absetzer spielen eine wichtige Rolle beim Transport der Materialien.

Neben den technischen und wirtschaftlichen Aspekten wurden auch die Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Menschen, die in der Lausitz leben, thematisiert – wenn auch etwas weniger, weil uns die Zeit leider weglief. Zu den Auswirkungen zählen unter anderem die Zerstörung von Landschaften, die Absenkung des Grundwasserspiegels sowie die Umsiedlung ganzer Dörfer. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass die Braunkohle aktuell noch eine wichtige Rolle in der Energieversorgung spielt, auch wenn sie im Verlauf der Energiewende in der Zukunft ersetzt werden soll. Als Arbeitgeber spielt dieser Wirtschaftszweig auch noch eine große Rolle; dieses Gebiet befindet sich im sogenannten Strukturwandel, und das bedeutet auch eine große Unsicherheit für viele Menschen dort. Davon hat der Guide viel (persönliches) erzählt.

Insgesamt war die Exkursion eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht, da wir die theoretischen Inhalte direkt mit eigenen Eindrücken verbinden konnten.