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Digitale Lernhelfer: Apps und KI-Tools für die Schule

Workplace vector illustration.Education and e-learning concepts.

von Eric Judisch und Lennart Widera (WP Zeitung)

Viele Schülerinnen und Schüler nutzen inzwischen digitale Hilfsmittel, um besser zu lernen und den Schulalltag leichter zu bewältigen. Lern-Apps, Websites und KI-Tools können dabei helfen, Schulstoff verständlicher zu machen, Wissenslücken zu schließen, sich gezielt auf Klassenarbeiten vorzubereiten oder kreative Präsentationen zu erstellen. Durch die große Auswahl an Angeboten findet fast jeder ein passendes Tool für seine individuellen Bedürfnisse und Lerngewohnheiten. Hier sind die Angebote, mit denen wir selber bereits Bekanntschaft gemacht haben und die wir weiterempfehlen können.

Lerningo:

Eine hilfreiche Lernplattform ist Lerningo. Sie bietet einfach erklärte Inhalte und zahlreiche Übungen zu verschiedenen Schulthemen. Die Themen sind übersichtlich aufgebaut, sodass Schülerinnen und Schüler gezielt das auswählen können, was sie gerade benötigen. Dadurch können sie den Stoff besser verstehen, wiederholen und festigen. Besonders vor Tests oder Klassenarbeiten kann die Plattform eine große Unterstützung sein, da man sich strukturiert vorbereiten kann.

Gamma Ai & Canva:

Auch künstliche Intelligenz wird immer häufiger im Schulalltag genutzt. Mit Gamma AI können zum Beispiel schnell und einfach Präsentationen erstellt werden. Die KI hilft dabei, Referate sinnvoll zu strukturieren, passende Inhalte auszuwählen und gibt Vorschläge, wie eine Präsentation aufgebaut sein kann. Das spart Zeit und hilft vor allem dabei, den roten Faden nicht zu verlieren. Für die Gestaltung von Bildern, Präsentationen oder Plakaten eignet sich außerdem Canva sehr gut. Dort gibt es viele Vorlagen, Designs und Gestaltungsmöglichkeiten, die leicht angepasst werden können. So entstehen ansprechende Ergebnisse auch ohne große Vorkenntnisse im Design. Zu bedenken ist aber, diese Möglichkeiten ausschließlich als Inspiration zu nehmen und nicht als Abgabepräsentation.

Anton App & Duolingo:

Neben KI-Tools gibt es auch viele kostenlose Lern-Apps, die speziell für Schülerinnen und Schüler entwickelt wurden. Die Anton App bietet Übungen für verschiedene Schulfächer wie Deutsch, Mathematik oder Sachkunde und arbeitet mit einem Belohnungssystem. Durch Sterne, Münzen und kleine Spiele werden viele Lernende zusätzlich motiviert, regelmäßig zu üben. Wer eine neue Sprache lernen möchte, kann die App Duolingo nutzen. Dort lernt man mit kurzen täglichen Übungen, sammelt Punkte und steigt in Levels auf. So wird das Lernen spielerisch gestaltet und fällt oft leichter.

Knowunity:

Sehr beliebt bei Schülerinnen und Schülern ist auch Knowunity. Auf dieser Plattform teilen Lernende ihre eigenen Lernzettel, Zusammenfassungen und Notizen. So kann man den Stoff vor einer Klassenarbeit schnell wiederholen oder sich Inspiration holen, wie andere ein Thema aufbereitet haben. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und Fragen zu stellen. Ein Premium-Zugang kostet etwa 2,99 Euro im Monat und bietet zusätzliche Funktionen, die Basisversion reicht aber grundsätzlich aus.

Quizlet & Brilliant.org:

Mit Quizlet können Lernende eigene digitale Karteikarten erstellen oder bereits vorhandene Lernsets nutzen. Diese Karten lassen sich in verschiedenen Lernmodi verwenden, zum Beispiel durch Abfragen, Spiele oder Tests. So kann man das eigene Wissen überprüfen und gezielt verbessern. Manche Lehrer an der Fichte schicken auch teilweise ihre eigenen erstellten Lernkarten über Quizlet, in Fächern wie Spanisch oder anderen Sprachen. Wir empfehlen deshalb Quizlet vor allem für das Lernen von Sprachen. Eine weitere Plattform ist Brilliant.org. Sie bietet interaktive Aufgaben, besonders für Mathematik, Logik und Naturwissenschaften. Durch das eigenständige Lösen von Problemen wird das logische Denken gefördert und das Verständnis für komplexe Zusammenhänge gestärkt. Eine wichtige Eigenschaft der Website ist jedoch, dass sie ausschließlich auf Englisch geschrieben ist, was für manche ein Problem darstellen könnte. Außerdem kann man die Website gut für den Start in das Schul- und Wahlpflichtfach ITG oder für das generelle Interesse am Kodieren und Informatik nutzen.

Nibble:

Eine deutsche Alternative zu brilliant.org wäre „Nibble“. Nibble ist eine kostenlose Lernapp, die die gleichen Themen wie brilliant.org umfasst. Die App hilft beim Lernen in den MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Fächern und ist auf Englisch sowie auch auf Deutsch verfügbar. Es bestehen aber teilweise Vorwürfe wegen einer vermeintlichen „Abofalle“. Die App bietet eine kostenlose Standard-Version aber auch eine kostenpflichtige Pro-Version an, Nutzer berichten davon, bei der Pro-Version in eine Abofalle, wo sie monatlich von 19,99€ bis 99,99€ zahlen mussten, gelockt worden zu sein. Deswegen raten wir zu einem vorsichtigen Umgang mit der App.

Sofatutor:

Auch Sofatutor ist eine bekannte und weit verbreitete Lernplattform. Dort gibt es viele verständliche Lernvideos zu unterschiedlichen Schulfächern. Die Inhalte werden anschaulich erklärt und sind oft leichter zu verstehen als im Unterricht. Nach den Videos können Schülerinnen und Schüler Übungen machen und erhalten direkt Feedback zu ihren Antworten. Ein großer Vorteil ist außerdem, dass man im eigenen Tempo lernen kann und schwierige Themen beliebig oft wiederholen darf.

Zusätzlich bieten viele dieser digitalen Lernhelfer die Möglichkeit, Fortschritte zu verfolgen. Schülerinnen und Schüler können sehen, welche Themen sie bereits gut beherrschen und wo noch Übungsbedarf besteht. Das hilft dabei, das Lernen besser zu organisieren und gezielter zu planen.

Digitale Lernangebote können den Unterricht also sinnvoll ergänzen und bereichern. Sie ersetzen zwar nicht das Lernen im Klassenzimmer oder die Unterstützung durch Lehrkräfte, können aber dabei helfen, schwierige Themen besser zu verstehen, eigenständig zu üben und sich gezielt auf Prüfungen vorzubereiten. Vor allem für Familien, denen die Mittel für einen Nachhilfelehrer fehlen, sind diese Lernhilfen nur zu empfehlen. Richtig eingesetzt machen sie das Lernen oft abwechslungsreicher, interaktiver und motivierender.