Sehr geehrte Redaktion des Fichtenblatts,
zunächst möchte ich meinen Dank aussprechen, dass ihr diesen besonderen Artikel über die geplante bemannte Mars-Mission verfasst und abgedruckt habt. Ich hatte nicht erwartet, solch informativen und spannenden Wissenschaftsartikel in einer Schülerzeitung vorzufinden.
Ich finde, dass Cleo Böhne fesselnd und zielstrebig schreibt, wodurch man einen klaren Eindruck der vorliegenden Thematik bekommt. Der Artikel hat mir äußerst gut gefallen, da ich schon immer durch bestimmte Serien wie „Stargate“ oder sogar „Simpsons“ eine Neugier am Universum empfand.
Die bemannte Mars-Mission wurde bereits in älteren Episoden der „Simpsons“ veräppelt. Naja, was wird das nicht? Allerdings fand ich vor allem eine bestimmte Szene in Staffel 27, Episode 16, 16:57 – 17:03 Minuten passend zu der Textpassage, wo ihr erwähnt, dass viele Bewerber ihre Bewerbungen zurückzogen aufgrund der Enthüllung, dass die Rückreise zur Erde zu teuer wäre. Die genannte Szene greift genau diesen Aspekt auf und verpasst ihm eine humoristische Note.
Aber bevor ich einen ganzen Leserbrief lang nur über die „Simpsons“ schwärme, möchte ich auch noch auf die von euch genannte Frage im Artikel eingehen: „Warum? Warum will man sein Leben auf der der Erde aufgeben?“ Ich denke, da gibt es verschiedene Gründe, warum man im Allgemeinen auf den Mars möchte, aber auch konkrete zur Ergänzung der Fragestellung.
Zum einem, weil, ganz pauschal gesagt, man der erste Mensch unseres Planeten wäre, der nicht nur einen Fuß auf den Mars setzt, sondern das große Privileg hat, ein Vorreiter der wissenschaftlichen Forschung und Erforschung des Mars zu sein. Stellt euch allein den Ruhm und die Ehre vor, die einem zu diesem Zeitpunkt entgegengebracht wird. Wie ihr bereits schreibt, wäre die Live-Übertragung das vermutlich größte Medienereignis der Welt und wegen einer so außergewöhnlichen und einzigartigen Geschichte im Mittelpunkt der (positiven) Aufmerksamkeit zu stehen, stelle ich mir wahnsinnig aufregend vor. Ganz zu schweigen von meiner unbändigen Abenteuerlust nach den Mysterien des Universums und der Erforschung des Unbekannten.
Von subjektiven und simplen Motiven, zu etwas Bedrückendem. Ich bin der Meinung, dass das Leben auf der Erde, wie wir es kennen, und die Erde selbst den Bach runtergehen. Bei dem, was Trump gerade anstellt, und unserer aktuellen Politik sehe ich ein Ende der lebenswerten Gesellschaft an vielen Orten der Welt nahen. Deutschland eingeschlossen. Wir sind momentan dabei, uns selber gegen die Wand zu fahren und in den Sand zu setzen. Um das zu betonen: Wir sind bereits in ein Loch gesprungen, aus dem wir nicht mehr herauskommen (werden).
Ich bin der Meinung, dass KEINER unserer Politiker/innen etwas taugt und uns nützt. Keiner von ihnen besitzt die Intelligenz UND den Verstand, die Probleme, denen wir uns gerade stellen müssen, zum Beispiel die Migrationskrise, Arbeitskrise, die Auswirkungen der Kriege etc., sorgfältig und überlegt anzugehen. Sie übersehen grundlegende Aspekte und Knackpunkte und gehen alle Hürden hysterisch und hirnlos an. Das beinahe Schlimmste ist, wie relevante, FUNDAMENTALE Themen einfach nicht angesprochen und diskutiert werden, da es sofort heißt, die Äußerung sei antisemitisch oder rassistisch. So ein Schwachsinn! Genau solche kontroversen Themen müssen von diesen Leuten besprochen werden. Und von der Gesellschaft. Es darf nicht sein, dass, sobald du deinen Mund aufmachst, um dich über solche Themen ZIVILISIERT zu unterhalten, sofort Vorwürfe für Rassismus oder Antisemitismus an den Kopf geworfen bekommst und alle Leute die Ohren zusperren und hysterisch herumkeifen. In dieser Gesellschaft sind mit einem Großteil der Leute keine konstruktiven Diskussionen mehr möglich. Das ist bedenklich! …
Abgesehen vom Politischen ist das Klimatische auch nicht außer acht zu lassen. Die Wahrscheinlichkeit, das wir unsere Erde so zerstören, egal wie, dass wir hier nicht mehr leben können, ist so ziemlich 90%. Es steht aus meiner Sicht außerfrage, dass wir irgendwann der Erde den Erdboden gleich machen, die Frage ist doch, wann. Und, wie gut sind und werden wir darauf vorbereitet sein?
In diesen Fällen wäre eine funktionstüchtige Alternative nicht verachtenswert. Für mich persönlich heißt es eh immer: „Je schneller ich dem Chaos entkomme, desto besser.“
In so einem Vorhaben ist ein Planet, der einem entgegenkommt, gar nicht schlecht. Mit anderen Worten: ich würde mich auch, wie die 200.000 Menschen, freiwillig melden. Auf diese Weise könnte ich meinen Kindheitshelden „SG1“ nacheifern.
Kurz und knapp, ich finde, es gibt viele Gründe, warum man die Erde hinter sich lassen und zum Mars fliegen könnte. Für mich sind Kollateralaspekte meine Lieblings-Serien und die entgegenkommenden Bedingungen, die der Mars erfüllt.
Nochmals, großartiger Artikel!
Mit langwierigen Grüßen,
Lea Schmid (8c)