Rike Reiniger liest am Donnerstag, 07.12.2017, in den ersten beiden Unterrichtsstunden aus ihrem Buch „Der Zigeuner-Boxer“. Anschließend findet ein Gespräch mit Rike Reiniger und Dotschy Reinhard über die aktuelle Situation von Sinti und Roma in Berlin statt.
[Rauminformation bitte dem DSB entnehmen.]

Informationen zum Werk „Zigeuner Boxer“:
„Hans will vergessen. Vergessen, wie er seinen Freund Ruki kennengelernt hat, als dieser ihm in der Kindheit einen Apfel schenkte. Vergessen, wie Ruki ihn damals als Jugendlicher zum Boxen brachte und als junger Mann – als „Zigeunerboxer“ – zunehmend von den Nationalsozialisten am Boxen gehindert wurde. Vergessen, wie sie sich im Arbeitslager wiederbegegneten; wie sie dort zur Belustigung der Wachmänner gegeneinander kämpfen mussten; wie Ruki einen SS-Mann niederschlug und Hans ihn deshalb erschießen musste. Die Erinnerung ist ein Raubtier, eine Würgeschlange. Doch Hans kann sie nicht loswerden. Die Erinnerung ist er selbst.
Reinigers Figur Hans macht die Schrecken der Nazizeit nachfühlbar, indem er die Geschichte einer Freundschaft erzählt, die im Dritten Reich nicht bestehen darf und die doch über den Tod hinaus besteht. Denn im Boxring, so Hans, ist nicht immer der der Sieger, der den Gegner K.O. schlägt. Manchmal gewinnt der, der sich niederschlagen lässt und vom Publikum trotzdem bejubelt wird.“
Information entnommen aus:
www.theaterstueckverlag.de/theatertexte/data/theaterstueckverlag/1355681332/tsvshow