Eine Reportage von Wilma Gräßler & Greta Schulte (8d). Der Artikel entstand im Rahmen des Zeitungsprojektes der 8. Klassen.

Es ist 7:00 Uhr morgens und noch stockdunkel in der Schule, von Lehrer*innen und Schüler*innen fehlt noch jede Spur. Aber eine arbeitet schon: Melanie Saunar. Die 30-Jährige ist die Hausmeisterin der Fichtenberg-Oberschule und das mit Herz und Seele.

Zu ihrer Berufsauswahl sagt sie auf Nachfrage, dass sie eigentlich keine andere Wahl hatte. Da schon ihr Vater Hausmeister war, wuchs sie in einer Schule auf, seit sie ein kleines Mädchen war. An der Fichte hat sie nun gleich ihre Traumschule gefunden und kann sich nicht vorstellen, an eine andere Schule zu wechseln, es sei denn, es gäbe eine*n neue*n, unsympathische*n Schulleiter*in.

In dem Moment hören wir eine Bohrmaschine, die uns an die Bauarbeiten an der Schule erinnert. Gefragt, ob die Bauarbeiten den Alltag von Melanie Saunar beeinflussen, lacht sie und erklärt, dass ihre Tage seit Beginn der Arbeiten nie planbar seien: „Viele Firmen kommen unangemeldet, denen muss ich dann alles zeigen.“ Verplant waren die Tage der Hausmeisterin schon immer durch die vielen kleinen Aufgaben von Schüler*innen und Kolleg*innen.

Der typische Tag beginnt für Frau Saunar um 7:00 Uhr, wenn sie die Schule aufschließt. Danach kümmert sie sich um die Baufirmen, die Müllentsorgung und all das, was sonst so anfällt. Und natürlich gibt es immer etwas auszumisten und zu reparieren. Stühle, Tische, Tafeln – irgendetwas geht immer kaputt, und dann muss Frau Saunar ihr handwerkliches Können zeigen. Und für manche Dinge ist es einfach praktisch, wenn Schüler*innen und Lehrer*innen nicht „im Weg“ sind. Daher arbeitet die Hausmeisterin auch dann, wenn andere Ferien haben.

Auch wenn die Arbeit manchmal ganz schön stressig sein kann, Melanie Saunar ist glücklich und zufrieden mit ihren Aufgaben.