Die folgenden Beiträge entstanden im Rahmen einer Unterrichtseinheit zur Anthropologie (Was ist der Mensch?) im Wahlpflichtkurs Philosophie der Klassenstufe 10. Die Beiträge werden auf Wunsch der Autor*innen anonym veröffentlicht. Teil 1 findet ihr hier. Teil 3 könnt ihr hier nachlesen.

Wir Menschen wünschen uns Frieden, ein Wunsch, den jede*r nachvollziehen kann, aber andererseits begehren wir die Konflikte ebenfalls. Denn wir brauchen das Schlechte und das Gute, um es jeweils zu erkennen. Diese Zwiespältigkeit macht uns Menschen aus.
Wir nehmen den Frieden als Vorwand, um Konflikte einzugehen und dann hören wir Menschen auf, Menschen zu sein.
Wir lassen uns gern mehr von den negativen als von den positiven Ereignissen in unserem Leben prägen. Aber in meiner Vorstellung ist das anders. Es gibt zwar schlechte Erfahrungen, aber aus denen gehen wir gestärkt hervor und lassen uns nicht unterkriegen. In meiner Vision gibt es fast keine sogenannten schlechten Eigenschaften, wie z.B. Egoismus, denn dort nutzen wir diese Eigenschaften nur, um das Beste daraus zu machen.
Jede*r hat schlechte Angewohnheiten oder Charakterzüge, aber die Menschen in meiner Vorstellung werden nicht zu ihren Sklaven. Sie sind voller Liebe und Barmherzigkeit gegenüber den anderen Menschen, den Tieren und der Umwelt. Sie sind respektvoll dem Leben gegenüber und wissen es zu schätzen und wollen es nicht zerstören, wie es im Moment zu viele Menschen tun.
Wir sagen so vieles, ohne dahinter zu stehen, wir tun so, als wären wir selbst besser als die anderen, schauen auf unsere Mitmenschen herab, obwohl wir selbst nichts Besseres sind.
In meiner Vorstellung sind wir alle gleichgestellt, niemand ist besser oder schlechter, keine Position kann das bewirken! Bescheiden gehen wir mit unseren Fähigkeiten um.
Wir achten nicht so stark auf das Äußere, sind nicht mit Kleinigkeiten beschäftigt, sondern versuchen stets das Gesamtbild im Auge zu haben und verlieren uns nicht in unwichtigen Dingen.


Menschen, wir sind Geschöpfe die Unmögliches möglich gemacht haben. Wir haben Autos, Handys, an manchen Orten sogar Demokratie und uns ein friedliches Miteinander aufgebaut.

Wir sind so unglaublich intelligent, nur Weltfrieden zu schaffen,  Atombomben zu vernichten und Armut zu beseitigen, dafür scheint sie nicht zu reichen, die Intelligenz.

Ich habe eine Vision, dass der Mensch endlich menschlich handelt und aufhört, egoistisch zu denken.  Er wird sich einsetzen, für jeden Menschen auf diesem Planeten, um allen ein gutes Leben zu ermöglichen. Er wird seine Fehler einsehen und daraus lernen, er wird an die Zukunft denken, aber in der Gegenwart leben. Er wird Lösungen für jedes Problem finden.

Wird er das?

Schaut euch um!