Allgemein, Ethik/Philosophie

Visionen vom Menschen (III)

Die folgenden Beiträge entstanden im Rahmen einer Unterrichtseinheit zur Anthropologie (Was ist der Mensch?) im Wahlpflichtkurs Philosophie der Klassenstufe 10. Die Beiträge werden auf Wunsch der Autor*innen anonym veröffentlicht. Teil 1 findet ihr hier. Teil 2 könnt ihr hier nachlesen.

Ich habe die Vision, dass der Mensch, jeder einzelne Mensch, in sein Leben hineingeboren wird, um einen ganz bestimmten Part in der Gesellschaft zu erfüllen: nämlich er*sie selbst zu sein.
Alle Menschen erleben in diesem Moment dieselbe Sekunde miteinander auf dem kostbaren Planeten Erde, dem einzigen Planeten, auf dem wir laut heutiger Kenntnis leben und überleben können.
Doch leider zerstören wir ihn, verbrauchen seine Ressourcen viel zu schnell, führen gegen ihn Krieg, verschmutzen ihn  und interessieren uns nur bedingt für seine „Gesundheit“, obwohl wir doch alle abhängig von seinem Zustand sind.
Warum interessieren wir uns nicht mehr für den Schutz unserer Erde? Warum interessiert uns das Leben nachfolgender Generationen nicht?
In meiner idealen Welt würde sich jeder Mensch dafür einsetzen, unseren Planeten zu bewahren, in Frieden zu leben und seine kostbare Zeit nicht (auch nicht im virtuellen Irgendwo) zu vergeuden.


Ich habe eine Vision von dem perfekten Menschen, er*sie ist immer freundlich, weltoffen und zuvorkommend. Wie sähe unsere Welt aus mit lauter solch perfekten Menschen? Gäbe es wirklich kein Leid und keinen Hass mehr?
Wieso hat der Mensch überhaupt schlechte Eigenschaften, die unser sonst friedliches Zusammenleben beeinflussen? Ich bin leider nicht in der Lage, diese Frage zu beantworten, vielleicht weil ich selbst Mensch bin und diese schlechten Eigenschaften vertrete. Vielleicht gibt es aber auch keine Antwort auf diese spezielle Frage.
Ich habe eine Vision und träume davon, dass wir Menschen selbstreflektierter und uns bewusst werden, dass unsere Taten Verletzungen bei anderen anrichten können.
Ich denke, eine perfekte Welt ist für uns Menschen, so wie wir sind, unerreichbar. Dennoch sollten wir anfangen, uns zumindest verbessern zu wollen. Wir müssen nur anfangen, die Fehler auch bei uns selbst zu suchen und nicht nur immer bei den anderen.
Jede*r einzelne von uns ist dabei unerlässlich.


Ich habe die Vision, dass der Mensch irgendwann seine zerstörerischen, rebellischen und egoistischen Eigenschaften ablegt. Ich träume von Weltfrieden und einem großen Miteinander.
Warum bekämpfen sich die Menschen gegenseitig? Würde Frieden herrschen, würden wir alle gewinnen. Es wäre ein großer Schritt in Richtung Gerechtigkeit. Keine*r wäre mehr gezwungen von zu Hause zu fliehen, niemand müsste in Angst und Schrecken leben und wahrscheinlich würden weniger Menschen an Hunger leiden.
Hass kann nicht mit Hass bekämpft werden und ich wünsche mir, dass die Menschen das verstehen.
Meine Vision vom Menschen ist, dass sein Wesen gutherzig, zuvorkommend und voller Nächstenliebe ist. Wir unterstützen einander und helfen uns gegenseitig wieder hoch, wenn es einmal nicht so leicht ist.
Das ist meine Idealvorstellung von der Menschheit und vom Leben. Eine erstrebenswerte Vorstellung, für die ich alles tun will, um sie selbst zu verwirklichen.

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